Zum Inhalt springen
Lagefaktor
Ratgeber

Wohnfläche berechnen: Wie sich der Preis pro Quadratmeter zusammensetzt

Der Preis pro Quadratmeter ist die zentrale Vergleichszahl auf jeder Ortsseite dieser Datenbank — und sie ist nur so verlässlich wie die zugrunde liegende Wohnflächenberechnung. Kleine Abweichungen bei der Anrechnung von Balkonen oder Dachschrägen verschieben den Wert spürbar.

Zuletzt aktualisiert am 27. August 2026 · 1 Min. Lesezeit

Die Wohnflächenverordnung

Maßgeblich ist in Deutschland meist die Wohnflächenverordnung (WoFlV). Räume mit einer Deckenhöhe ab 2 Metern zählen zu 100 %, Bereiche mit 1 bis 2 Meter Höhe (typisch bei Dachschrägen) nur zur Hälfte, darunter gar nicht.

Balkone, Terrassen und Loggien werden in der Regel zu 25 %, bei besonders hochwertiger Lage bis zu 50 % angerechnet — ein 10-m²-Balkon zählt damit meist nur mit 2,5 bis 5 m² zur Wohnfläche.

Was nicht zur Wohnfläche zählt

Kellerräume, unbeheizte Dachböden, Garagen und Waschküchen zählen grundsätzlich nicht zur Wohnfläche, auch wenn sie im Exposé mit Quadratmeterangaben genannt werden. Wer Angebote vergleicht, sollte prüfen, ob solche Flächen versehentlich oder bewusst mit eingerechnet wurden.

Warum das für den Preisvergleich zählt

Zwei baugleiche Wohnungen mit demselben Kaufpreis können je nach Berechnungsmethode einen um 5 bis 10 % unterschiedlichen Quadratmeterpreis ausweisen — allein durch unterschiedliche Anrechnung von Dachschräge oder Balkon.

Bei älteren Bestandsimmobilien wurde die Wohnfläche oft nach der inzwischen abgelösten DIN 283 berechnet, die tendenziell großzügiger war als die heutige WoFlV. Ein Abgleich lohnt sich besonders bei Dachgeschosswohnungen.

Häufige Fragen

Zählt ein Balkon voll zur Wohnfläche?

Nein, üblicherweise nur zu 25 %, in Ausnahmefällen bis 50 %. Er wird nie mit dem vollen Flächenmaß angerechnet.

Zählt eine Dachschräge zur Wohnfläche?

Nur der Teil mit mindestens 2 Meter Deckenhöhe zählt voll. Der Bereich zwischen 1 und 2 Metern zählt zur Hälfte, darunter gar nicht.

Was tun bei Verdacht auf falsch berechnete Wohnfläche?

Ein unabhängiger Aufmaß-Sachverständiger kann die tatsächliche Wohnfläche nach WoFlV neu berechnen — bei größeren Abweichungen ein sinnvoller Schritt vor dem Kauf.

Die Kennzahlen für einen konkreten Ort

Weiterlesen

RatgeberMietrendite berechnen: Brutto, netto und was die Zahl wirklich aussagtWie die Bruttomietrendite berechnet wird, warum sie fast immer zu hoch ausfällt und welche Kosten die Nettomietrendite drücken — mit Rechenbeispiel.RatgeberKaufpreisfaktor verstehen: Wie viele Jahresmieten ist ein Objekt wert?Der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger) in der Praxis: Berechnung, typische Spannen in Stadt und Land und wie er sich zur Mietrendite verhält.RatgeberStandortanalyse für Immobilien: Welche Kennzahlen wirklich zählenSystematisch vom Bundesland über den Kreis bis zur Gemeinde: Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Mietentwicklung und Zukunftsranking als Filter für Immobilienstandorte.RatgeberPrognos Zukunftsatlas: Was die Ränge der Kreise bedeutenWie der Zukunftsatlas rund 400 deutsche Kreise bewertet, was Dynamik- und Stärkerang unterscheidet und wie sich die Teilränge für die Standortwahl nutzen lassen.RatgeberGrunderwerbsteuer nach Bundesland: Aktuelle Sätze im VergleichDie Grunderwerbsteuer reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Bundesländern. Übersicht der Sätze, Berechnung am Beispiel und wer sie zahlt.RatgeberKaufnebenkosten beim Immobilienkauf: Was zusätzlich zum Kaufpreis anfälltGrunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage addieren sich auf 9 bis 15 % des Kaufpreises. Aufschlüsselung aller Posten mit Beispielrechnung.RatgeberImmobilienfinanzierung: Eigenkapital, Tilgung und Zinsbindung erklärtWie viel Eigenkapital sinnvoll ist, was die Anfangstilgung für die Laufzeit bedeutet und warum die Zinsbindung eine der wichtigsten Entscheidungen der Finanzierung ist.RatgeberNebenkosten bei Vermietung: Was umlagefähig ist und was nichtBetriebskostenverordnung im Überblick: Welche Kosten Vermieter auf Mieter umlegen dürfen, welche nicht, und warum das die Nettomietrendite beeinflusst.RatgeberMietspiegel verstehen: Wie die ortsübliche Vergleichsmiete zustande kommtWas ein Mietspiegel ist, der Unterschied zwischen einfachem und qualifiziertem Mietspiegel, und wie er Mieterhöhungen und Kaufpreiseinordnung beeinflusst.RatgeberImmobilie als Kapitalanlage: Chancen, Risiken und SteuervorteileAbschreibung, Fremdkapitalhebel, Klumpenrisiko und Liquiditätsbindung: Was eine vermietete Immobilie als Anlageklasse tatsächlich ausmacht.RatgeberImmobilie verkaufen: Der Ablauf von der Bewertung bis zum NotarterminVon der Wertermittlung über Exposé und Besichtigungen bis zum Notartermin: die typischen Schritte eines Immobilienverkaufs und was dabei häufig übersehen wird.