Nordhausen, Stadt
Nordhausen (PLZ 99734) ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen. Der Ort zählt 41.233 Einwohner auf 108,2 km², das entspricht 381 Einwohnern je Quadratkilometer. Mit einer Hochschule am Ort besteht eine zusätzliche Nachfrage nach kleinen Mietwohnungen.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 7,01 € pro m², der Kaufpreis bei 1.735 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 4,85 % und ein Kaufpreisfaktor von 20,6 — rechnerisch sind das 21 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Nordhausen über dem Renditeniveau von 28 % der Orte in Thüringen.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 6,23 € auf 6,78 € pro m², im Mittel 1,1 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit 0,8 % pro Jahr langsamer als die Mieten. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 2,3 % verringert — ein Punkt, der bei der Vermietbarkeit einzukalkulieren ist. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 9,3 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Kreis Nordhausen Rang 396 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 384, Stärkerang 389). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Werther, Urbach und Heringen/Helme an.
Immobilienpreise in Nordhausen im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Thüringen.
Immobilienmarkt- und Standortbericht Nordhausen, Stadt
Nordhausen ist eine sechstgrößte Stadt Thüringen mit 41.233 Einwohnern. Der Immobilienmarkt zeigt niedrige Angebotspreise im Vergleich zu Bundes- und Landesdurchschnitt. Die Kaufpreiszeitreihe weist extreme Schwankungen auf. Die Bevölkerung ist seit 2015 um 2,3 % gesunken. Der Prognos-Zukunftsatlas rangiert den Kreis Nordhausen auf Platz 396 von rund 400 Kreisen.
Der Ort Nordhausen
Nordhausen, Stadt, liegt im Nordwesten Thüringen am Südrand des Harzes und nimmt den Status eines Oberzentrums ein. Die Kreisstadt des Landkreises Nordhausen hat 41.233 Einwohner auf einer Fläche von 108,24 km² und ist damit die sechstgrößte Stadt des Landes. Als Hochschulstandort mit der Hochschule Nordhausen sowie als nordthüringisches Kultur- und Industriezentrum erfüllt die Stadt eine überregionale Funktion. Die nächstgelegenen Großstädte sind Göttingen (ca. 60 km), Erfurt (ca. 61 km), Halle (Saale) (ca. 81 km), Braunschweig (ca. 87 km) und Magdeburg (ca. 91 km).
Aktueller Immobilienmarkt
Der aktuelle Angebotsmietpreis in Nordhausen liegt bei 7,01 Euro je Quadratmeter. Im Landesvergleich liegt dieser Wert knapp über dem Thüringer Durchschnitt von 6,88 Euro/m², liegt aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8,92 Euro/m². Der Angebotskaufpreis beträgt 1.735 Euro/m² und liegt damit über dem Landesdurchschnitt von 1.459 Euro/m², aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 2.409 Euro/m².
Der Kaufpreisfaktor beträgt 20,64, was bedeutet, dass das 20,64-fache des jährlichen Mietzinses als Kaufpreis angegeben wird. Zum Vergleich: Der Thüringer Durchschnitt liegt bei 17,9. Ein höherer Faktor deutet auf niedrigere Mietrenditen im Verhältnis zu den Kaufpreisen hin.
Die Bruttomietrendite liegt bei 4,85 %. Im Landesvergleich liegt Nordhausen damit im unteren Drittel (Perzentilrang 27,6 von 605 Standorten in Thüringen). Der Kreisdurchschnitt liegt bei 7,94 %, was zeigt, dass Nordhausen als Stadt im Kreis die niedrigste Rendite im Verhältnis zu den Mieten aufweist.
Die CAGR für Mieten beträgt 1,06 % pro Jahr, die für Kaufpreise 0,80 % pro Jahr über den betrachteten Zeitraum.
Preisentwicklung
Die Angebotsmiete entwickelte sich von 2018 bis 2026 wie folgt: 2018 lag sie bei 6,23 Euro/m², stieg bis 2020 auf 6,74 Euro/m², fiel 2021 leicht auf 6,38 Euro/m² und erholte sich bis 2022 auf 6,83 Euro/m². In den Jahren 2023 bis 2025 stabilisierte sie sich bei rund 6,81 Euro/m², bevor sie 2026 leicht auf 6,78 Euro/m² sank.
Die Kaufpreisentwicklung zeigt hingegen extreme Schwankungen, die über eine einfache Trendbetrachtung hinausgehen: 2018 lag der Angebotskaufpreis bei 1.986 Euro/m², fiel 2019 stark auf 1.225 Euro/m², stieg 2020 auf 1.383 Euro/m² und erreichte 2021 mit 1.973 Euro/m² ein zweites Hoch. 2022 folgte mit 1.930 Euro/m² ein weiterer hoher Wert, bevor 2023 ein deutlicher Rückgang auf 1.253 Euro/m² stattfand. 2024 stieg der Preis wieder auf 1.480 Euro/m², fiel 2025 auf 1.336 Euro/m² und zeigt für 2026 einen starken Anstieg auf 2.117 Euro/m².
Diese starken jährlichen Schwankungen deuten auf einen dünnen Markt mit wenigen Transaktionen hin, bei dem einzelne Angebote oder Verkäufe die Durchschnittswerte stark verzerren können. Die Datenreihen sind nicht als geschätzt gekennzeichnet, was bedeutet, dass sie auf tatsächlich erfassten Inseraten basieren.
Bevölkerung und Arbeitsmarkt
Die Bevölkerung Nordhausens ist seit 2015 rückläufig. Von 42.217 Einwohnern im Jahr 2015 sank die Zahl bis 2021 auf 40.563, was einem Rückgang von 3,9 % entspricht. Seit 2022 stabilisiert sich die Bevölkerung leicht bei rund 41.233 Einwohnern (2022–2024). Insgesamt beträgt der Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 2,3 %.
Die Arbeitslosigkeit wird in der Datenlage als absolute Zahl der Arbeitslosen angegeben: 2.257 im Jahr 2015, mit einem Tiefstand von 1.802 im Jahr 2019, einem Anstieg auf 2.003 im Jahr 2020 und einem weiteren Anstieg auf 2.226 im Jahr 2023. Bezogen auf die Bevölkerung entspricht dies einer Quote von etwa 5,4 % (2023).
Die Bevölkerungsdichte liegt bei 381 Einwohnern je km², was für eine Stadt dieser Größe typisch ist.
Regionale Einordnung
Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Nordhausen im Kreis Nordhausen die höchsten Angebotsmieten (7,01 Euro/m² vs. 6,56 Euro/m² im Kreisdurchschnitt) und die höchsten Angebotskaufpreise (1.735 Euro/m² vs. 1.126 Euro/m² im Kreisdurchschnitt) aufweist. Dies ist typisch für eine Kreisstadt, die als Zentrum des Landkreises eine höhere Nachfrage generiert.
Im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt sich ein gemischtes Bild: Werther (7 km entfernt) liegt mit 6,20 Euro/m² Miete und 1.729 Euro/m² Kaufpreis ähnlich wie Nordhausen. Urbach (7,9 km) weist mit 558 Euro/m² deutlich niedrigere Kaufpreise auf, was auf eine andere Marktstruktur hindeutet. Heringen/Helme (8,3 km) liegt mit 1.410 Euro/m² Kaufpreis näher an Nordhausen.
Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 rangiert den Landkreis Nordhausen auf Platz 396 von rund 400 deutschen Kreisen. Die Teilindizes zeigen: Dynamik 384, Stärke 389, Demografie 392, Arbeitsmarkt 387, Wettbewerb und Innovation 389, Wohlstand und soziale Lage 321. Diese Ränge beziehen sich auf den Kreis, nicht auf die einzelne Stadt. Die Platzierungen im unteren Bereich deuten auf strukturelle Herausforderungen hin.
Bewertung und Perspektiven
Nordhausen verfügt mit der Hochschule Nordhausen über einen Hochschulstandort, was als positiver Standortfaktor für die Stadt einzuschätzen ist. Die Kombination aus Hochschulstandort, Oberzentrumstatus und der Lage am Südrand des Harzes mit dem angrenzenden Naturpark Südharz bietet touristische und wirtschaftliche Perspektiven.
Die extreme Volatilität der Kaufpreisdaten stellt jedoch eine besondere Herausforderung für die Marktbewertung dar. Die starken jährlichen Schwankungen von über 600 Euro/m² zwischen Hoch- und Tiefwerten deuten auf einen Markt hin, der von wenigen großen Transaktionen oder Angebotslücken geprägt sein könnte. Für Investoren und Eigentümer bedeutet dies, dass einzelne Jahreswerte nur begrenzte Aussagekraft haben und langfristige Trends vorsichtig interpretiert werden sollten.
Die Kombination aus niedrigen absoluten Preisniveaus, rückläufiger Bevölkerung und den schwachen Prognos-Rängen spricht für einen strukturell schwachen, aber preisgünstigen Immobilienmarkt. Die stabilisierenden Bevölkerungszahlen seit 2022 und die über dem Landesdurchschnitt liegenden Mieten können als positive Signale gewertet werden.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Nordhausen entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Nordhausen
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 6,23 €/m² |
| 2019 | 6,49 €/m² |
| 2020 | 6,74 €/m² |
| 2021 | 6,38 €/m² |
| 2022 | 6,83 €/m² |
| 2023 | 6,84 €/m² |
| 2024 | 6,81 €/m² |
| 2025 | 6,81 €/m² |
| 2026 | 6,78 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Nordhausen
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 1.986 €/m² |
| 2019 | 1.225 €/m² |
| 2020 | 1.383 €/m² |
| 2021 | 1.973 €/m² |
| 2022 | 1.930 €/m² |
| 2023 | 1.253 €/m² |
| 2024 | 1.480 €/m² |
| 2025 | 1.336 €/m² |
| 2026 | 2.117 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Nordhausen
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2018 | 3,76 % |
| 2019 | 6,36 % |
| 2020 | 5,85 % |
| 2021 | 3,88 % |
| 2022 | 4,25 % |
| 2023 | 6,55 % |
| 2024 | 5,52 % |
| 2025 | 6,12 % |
| 2026 | 3,84 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Nordhausen
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 42.217 Einwohner |
| 2016 | 42.129 Einwohner |
| 2017 | 42.014 Einwohner |
| 2018 | 41.791 Einwohner |
| 2019 | 41.726 Einwohner |
| 2020 | 40.969 Einwohner |
| 2021 | 40.563 Einwohner |
| 2022 | 41.339 Einwohner |
| 2023 | 41.233 Einwohner |
| 2024 | 41.233 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Nordhausen
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 6,18 % |
| 2016 | 5,43 % |
| 2017 | 5,58 % |
| 2018 | 7,37 % |
| 2019 | 7,39 % |
| 2020 | 8,47 % |
| 2021 | 8,10 % |
| 2022 | 8,13 % |
| 2023 | 9,34 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 396 Rang |
| Dynamik | 384 Rang |
| Stärke | 389 Rang |
| Demografie | 392 Rang |
| Arbeitsmarkt | 387 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 389 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 321 Rang |
Renditeverteilung in Thüringen
Anzahl Orte je Renditeband — Nordhausen liegt im Band 4–5 %
Datenwerte: Renditeverteilung in Thüringen
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 1–2 | 1,00 Orte |
| 2–3 | 16,00 Orte |
| 3–4 | 52,00 Orte |
| 4–5 | 109 Orte |
| 5–6 | 135 Orte |
| 6–7 | 102 Orte |
| 7–8 | 68,00 Orte |
| 8–9 | 42,00 Orte |
| 9–10 | 31,00 Orte |
| 10–11 | 20,00 Orte |
| 11–12 | 11,00 Orte |
| 12+ | 14,00 Orte |
Wie schneidet Nordhausen im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Nordhausen ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Nordhausen ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Nordhausen
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Nordhausen | 7,01 €/m² |
| Harztor | 6,99 €/m² |
| Urbach | 6,94 €/m² |
| Großlohra | 6,88 €/m² |
| Heringen/Helme | 6,79 €/m² |
| Görsbach | 6,78 €/m² |
| Kehmstedt | 6,78 €/m² |
| Kleinfurra | 6,64 €/m² |
| Werther | 6,20 €/m² |
| Ellrich | 6,07 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Nordhausen ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Nordhausen
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Urbach | 14,93 % |
| Ellrich | 10,97 % |
| Kehmstedt | 9,71 % |
| Großlohra | 9,35 % |
| Görsbach | 9,33 % |
| Harztor | 7,22 % |
| Heringen/Helme | 5,77 % |
| Kleinfurra | 5,74 % |
| Nordhausen | 4,85 % |
| Werther | 4,30 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Werther | 7,0 km | 99735 | 6,20 € | 1.729 € | 4,30 % |
| Urbach | 7,9 km | 99765 | 6,94 € | 558 € | 14,93 % |
| Heringen/Helme, Stadt | 8,3 km | 99765 | 6,79 € | 1.410 € | 5,77 % |
| Harztor | 8,5 km | 99768 | 6,99 € | 1.163 € | 7,22 % |
| Kleinfurra | 10,0 km | 99735 | 6,64 € | 1.388 € | 5,74 % |
| Görsbach | 11,1 km | 99765 | 6,78 € | 872 € | 9,33 % |
| Kehmstedt | 13,0 km | 99752 | 6,78 € | 838 € | 9,71 % |
| Ellrich, Stadt | 13,0 km | 99755 | 6,07 € | 664 € | 10,97 % |
| Großlohra | 13,8 km | 99759 | 6,88 € | 882 € | 9,35 % |
Wo liegt Nordhausen?
Lage
Nordhausen auf der Karte
Hochschulen am Ort
1 Einrichtung(en) — relevanter Nachfragetreiber für Mietwohnungen
- Hochschule NordhausenWeinberghof 4, 99734 Nordhausen
Alle Kennzahlen zu Nordhausen
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 7,01 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 1.735 € |
| Bruttomietrendite | 4,85 % |
| Kaufpreisfaktor | 20,6 |
| Einwohner | 41.233 |
| Einwohner je km² | 381 |
| Fläche (km²) | 108,2 |
| Arbeitslosenquote | 9,3 % |
| Prognos-Gesamtrang | #396 |
| Prognos Dynamikrang | #384 |
| Prognos Stärkerang | #389 |
| Koordinaten | 51,5004, 10,7916 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Nordhausen
Was kostet eine Wohnung in Nordhausen?
Die Angebotsmiete für Wohnungen in Nordhausen liegt bei 7,01 Euro pro Quadratmeter, der Angebotskaufpreis bei 1.735 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Nordhausen über dem Durchschnitt des Landkreises Nordhausen (6,56 €/m² Miete, 1.126 €/m² Kaufpreis) und auch leicht über dem Thüringer Landesdurchschnitt (6,88 €/m² Miete, 1.459 €/m² Kaufpreis), liegt aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8,92 €/m² Miete und 2.409 €/m² Kaufpreis. Die Werte sind Angebotswerte aus Inseraten und kein amtlicher Mietspiegel.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Nordhausen entwickelt?
Die Angebotsmiete ist von 6,23 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 6,78 Euro im Jahr 2026 gestiegen (jährliche Wachstumsrate von rund 1,06 Prozent). Der Angebotskaufpreis schwankte stärker: Er lag 2018 bei 1.986 Euro pro Quadratmeter, fiel 2023 auf 1.253 Euro und stieg 2026 auf 2.117 Euro pro Quadratmeter (CAGR von 0,80 Prozent über den gesamten Zeitraum). Beide Zeitreihen sind nicht geschätzt, zeigen aber erhebliche Schwankungen, insbesondere beim Kaufpreis.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Nordhausen?
Die Bruttomietrendite in Nordhausen beträgt 4,85 Prozent und liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,10 Prozent, deutlich unter dem Landesdurchschnitt Thüringens von 6,32 Prozent und dem Kreisdurchschnitt von 7,94 Prozent. Der Kaufpreisfaktor beträgt 20,64 Jahre, was bedeutet, dass man bei der aktuellen Miete über 20 Jahre braucht, um den Kaufpreis zu decken — deutlich mehr als im Kreis (14,3 Jahre) oder in Thüringen insgesamt (17,9 Jahre). Im Perzentilrang der Bruttomietrendite in Thüringen liegt Nordhausen auf Platz 27,6, was rund 72 Prozent der Orte im Bundesland eine höhere Rendite bedeutet. Die niedrige Rendite und der hohe Kaufpreisfaktor gehören zusammen und deuten auf ein teures Kaufpreisniveau im Verhältnis zur Miete hin.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Nordhausen?
Die Einwohnerzahl in Nordhausen ist seit 2015 rückläufig: Von 42.217 im Jahr 2015 auf 41.233 im Jahr 2024, ein Verlust von rund 980 Einwohnern in neun Jahren (etwa 2,3 Prozent). Die Bevölkerungsdichte beträgt damit rund 381 Einwohner pro Quadratkilometer auf einer Fläche von 108,24 Quadratkilometern.
Wie ist die wirtschaftliche Lage in Nordhausen?
Im Prognos-Zukunftsatlas 2025 belegt der Landkreis Nordhausen den Rang 396 von rund 400 deutschen Kreisen im Gesamtindex — ein sehr niedriger Platz. Auch die Teilindizes liegen durchweg im unteren Drittel: Rang 387 im Arbeitsmarkt, 389 in Wettbewerb und Innovation, 392 in der Demografie und 321 beim Wohlstand. Die Zahl der Arbeitslosen lag 2023 bei 2.226 (nach 1.802 im Jahr 2019). Vor Ort gibt es die Hochschule Nordhausen als höhere Bildungseinrichtung.
Woher stammen die Daten zu Nordhausen?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Nordhausen sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Nordhausen führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2026 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2026 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |