Mansfeld, Stadt
Mansfeld (PLZ 06343) liegt im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Der Ort zählt 8.309 Einwohner auf 144,6 km², das entspricht 57 Einwohnern je Quadratkilometer.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 5,88 € pro m², der Kaufpreis bei 571 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 12,36 % und ein Kaufpreisfaktor von 8,1 — rechnerisch sind das 8 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Mansfeld über dem Renditeniveau von 94 % der Orte in Sachsen-Anhalt.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 6,98 € auf 6,20 € pro m², im Mittel -1,5 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit 10,1 % pro Jahr schneller als die Mieten, was die Rendite gedrückt hat. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 8,6 % verringert — ein Punkt, der bei der Vermietbarkeit einzukalkulieren ist. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 6,7 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Kreis Mansfeld-Südharz Rang 393 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 301, Stärkerang 394). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Klostermansfeld, Benndorf und Helbra an.
Immobilienpreise in Mansfeld im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Sachsen-Anhalt.
Immobilienmarkt und Standortbericht: Mansfeld, Stadt
Mansfeld ist eine Kleinstadt im Landkreis Mansfeld-Südharz mit extrem niedrigen Immobilienpreisen (571 €/m² Kaufpreis, 5,88 €/m² Miete) und einer außergewöhnlich hohen Bruttomietrendite von 12,36 %. Der Markt ist geprägt von extremer Volatilität bei den Kaufpreisen, anhaltendem Bevölkerungsrückgang (-8,58 % seit 2015) und der wirtschaftlichen Prägung durch den geschlossenen Kupferschieferbergbau. Der Kreis rangiert im Prognos-Zukunftsatlas auf Platz 393 von 400.
Marktüberblick: Extreme Niedrigpreise und hohe Renditen
Der Immobilienmarkt in Mansfeld gehört zu den günstigsten in Deutschland. Der Angebotskaufpreis liegt bei 571 Euro je Quadratmeter, die Angebotsmiete bei 5,88 Euro je Quadratmeter. Beide Werte liegen deutlich unter dem Kreisdurchschnitt (973 €/m² Kaufpreis, 6,17 €/m² Miete), dem Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts (1.095 €/m² bzw. 6,40 €/m²) und dem Bundesdurchschnitt (2.409 €/m² bzw. 8,92 €/m²). Der Kaufpreisfaktor beträgt 8,09, was bedeutet, dass der Kaufpreis dem rund achtfachen Jahresmietzins entspricht. Im Vergleich dazu liegt der Kreisdurchschnitt bei 13,20, der Landesdurchschnitt bei 14,11. Der Bundesdurchschnitt des Kaufpreisfaktors liegt bei rund 22,5.
Die Kombination aus extrem niedrigen Kaufpreisen und moderaten Mieten führt zu einer Bruttomietrendite von 12,36 %. Dieser Wert liegt im 94. Perzentil von Sachsen-Anhalt, also in den oberen sechs Prozent aller verglichenen Orte im Land. Eine solche Rendite ist außergewöhnlich und spiegelt primär die niedrigen Kaufpreise wider, nicht überdurchschnittliche Mieten. Die Miete von 5,88 €/m² liegt selbst unter dem Kreis- und Landesdurchschnitt. Der Markt weist damit die typische Struktur eines Schrumpfmarktes auf: niedrige Preise, hohe angebotene Renditen, aber geringe Nachfrage nach Immobilien als Investitionsobjekt bei gleichzeitigem Bevölkerungsrückgang.
Preis- und Mietentwicklung: Volatilität auf einem dünnen Markt
Die Zeitreihen der letzten Jahre zeigen einen ungewöhnlich volatil verlaufenden Markt. Der Angebotskaufpreis stieg von 461 €/m² (2020) auf 1.125 €/m² (2021), fiel dann im Jahr 2022 auf 418 €/m² zurück und erholte sich bis 2025 auf 745 €/m². Diese Schwankungen von über 170 % zwischen Tiefst- und Höchstwert deuten auf einen dünnen Markt mit wenigen Transaktionen hin, bei dem einzelne Angebote oder Verkäufe die Durchschnittswerte stark verzerren können.
Die Angebotsmiete entwickelte sich ebenfalls schwankend: von 6,98 €/m² (2018) über einen Tiefstwert von 4,55 €/m² (2023) auf aktuell 5,88 €/m² (2025). Der CAGR der Miete liegt bei -1,47 % pro Jahr, was einen leichten langfristigen Abwärtstrend bestätigt. Die Kaufpreisentwicklung über den gesamten Zeitraum gemessen weist einen CAGR von 10,08 % aus, dieser Wert ist jedoch aufgrund der extremen Volatilität und der kurzen Datenreihe mit großer Vorsicht zu interpretieren.
Die Miete liegt aktuell unter dem Niveau von 2018 und 2020, was auf eine strukturelle Schwäche des Mietmarktes hindeutet. Die Kaufpreise haben sich nach dem Einbruch 2022 teilweise erholt, liegen aber weiterhin unter dem Niveau von 2021.
Regionale Einordnung: Günstigster Ort im Umkreis
Im regionalen Vergleich zeigt Mansfeld ein klares Muster: Die Stadt ist in allen Preiskennzahlen der günstigste Ort im Umkreis. Die Angebotsmiete von 5,88 €/m² liegt unter allen acht Nachbarorten, die zwischen 5,99 €/m² (Hettstedt) und 6,53 €/m² (Benndorf) liegen. Auch der Kaufpreis von 571 €/m² ist der niedrigste im direkten Vergleich; nur Hergisdorf (500 €/m²) und Lutherstadt Eisleben (558 €/m²) liegen darunter.
Die Bruttomietrendite von 12,36 % ist die zweithöchste im direkten Vergleich. Nur Hergisdorf liegt mit 14,89 % darüber, was ebenfalls auf extrem niedrige Kaufpreise bei moderater Miete zurückzuführen ist. Die Nachbarorte mit deutlich höheren Kaufpreisen wie Ahlsdorf (1.569 €/m²) weisen entsprechend niedrigere Renditen von 4,7 % auf.
Mansfeld liegt damit in der Struktur seiner Nachbargemeinden: Es handelt sich um einen Ort mit sehr niedrigen Immobilienpreisen und entsprechend hohen angebotenen Renditen. Dies entspricht dem Muster anderer ehemaliger Bergbaugemeinden in der Region wie Eisleben (558 €/m², 13,54 % Rendite) und Hergisdorf (500 €/m², 14,89 % Rendite).
Standortfaktoren: Strukturwandel und demografischer Wandel
Die Bevölkerung von Mansfeld ist seit 2015 um 8,58 % von 9.089 auf 8.309 Einwohner gesunken. Die Bevölkerungsdichte beträgt 57 Einwohner je Quadratkilometer, was für eine Landstadt mit großer Gemarkungsfläche (144,61 km²) typisch ist. Der Bevölkerungsrückgang ist kontinuierlich und betrifft nahezu jedes Jahr: Von 2015 bis 2023 ging die Einwohnerzahl jedes Jahr zurück, erst 2023/2024 stabilisierte sie sich bei 8.309.
Die Zahl der Arbeitslosen lag 2023 bei 307 Personen, nach einem Tief von 243 im Jahr 2022. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit von 375 (2015) auf 243 (2022) wurde 2023 durch einen Anstieg auf 307 unterbrochen. Die absolute Zahl lässt sich nicht direkt mit einer prozentualen Quote vergleichen, da die Daten als absolute Zahlen vorliegen.
Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 stuft den Landkreis Mansfeld-Südharz auf Platz 393 von rund 400 deutschen Kreisen ein. Besonders schlecht abschneiden die Teilindizes Arbeitsmarkt (Platz 391), Stärke (394) und Demografie (381). Der Index Wohlstand und soziale Lage liegt mit Platz 327 etwas besser, der Dynamik-Index mit Platz 301 am besten. Keine dieser Werte bezieht sich auf die einzelne Gemeinde Mansfeld, sondern auf den gesamten Kreis.
Mansfeld ist historisch durch den Kupferschieferbergbau geprägt, der durch das Unternehmen Mansfeld von 1852 bis 1995 betrieben wurde. Nach der Einstellung des Bergbaus nach der Wende setzte sich der Bevölkerungsrückgang fort, der bereits in der DDR-Zeit begonnen hatte. Die Stadt trägt seit 1996 den Beinamen Lutherstadt, da Martin Luther hier seine Kindheit verbrachte. Am Ort bestehen keine Hochschulen.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Mansfeld entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Mansfeld
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 6,98 €/m² |
| 2019 | 6,05 €/m² |
| 2020 | 6,70 €/m² |
| 2021 | 5,08 €/m² |
| 2022 | 5,69 €/m² |
| 2023 | 4,55 €/m² |
| 2024 | 5,30 €/m² |
| 2025 | 5,88 €/m² |
| 2026 | 6,20 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Mansfeld
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2020 | 461 €/m² |
| 2021 | 1.125 €/m² |
| 2022 | 418 €/m² |
| 2023 | 735 €/m² |
| 2025 | 745 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Mansfeld
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2021 | 5,42 % |
| 2023 | 7,43 % |
| 2025 | 9,48 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Mansfeld
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 9.089 Einwohner |
| 2016 | 8.929 Einwohner |
| 2017 | 8.845 Einwohner |
| 2018 | 8.765 Einwohner |
| 2019 | 8.649 Einwohner |
| 2020 | 8.517 Einwohner |
| 2021 | 8.480 Einwohner |
| 2022 | 8.432 Einwohner |
| 2023 | 8.309 Einwohner |
| 2024 | 8.309 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Mansfeld
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 7,28 % |
| 2016 | 6,97 % |
| 2017 | 6,55 % |
| 2018 | 6,01 % |
| 2019 | 6,06 % |
| 2020 | 6,30 % |
| 2021 | 6,67 % |
| 2022 | 6,43 % |
| 2023 | 6,65 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 393 Rang |
| Dynamik | 301 Rang |
| Stärke | 394 Rang |
| Demografie | 381 Rang |
| Arbeitsmarkt | 391 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 383 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 327 Rang |
Renditeverteilung in Sachsen-Anhalt
Anzahl Orte je Renditeband — Mansfeld liegt im Band 12+ %
Datenwerte: Renditeverteilung in Sachsen-Anhalt
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 3–4 | 8,00 Orte |
| 4–5 | 12,00 Orte |
| 5–6 | 38,00 Orte |
| 6–7 | 31,00 Orte |
| 7–8 | 42,00 Orte |
| 8–9 | 28,00 Orte |
| 9–10 | 23,00 Orte |
| 10–11 | 10,00 Orte |
| 11–12 | 11,00 Orte |
| 12+ | 15,00 Orte |
Wie schneidet Mansfeld im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Mansfeld ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Mansfeld ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Mansfeld
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Benndorf | 6,53 €/m² |
| Wimmelburg | 6,43 €/m² |
| Klostermansfeld | 6,42 €/m² |
| Eisleben | 6,29 €/m² |
| Hergisdorf | 6,20 €/m² |
| Helbra | 6,14 €/m² |
| Ahlsdorf | 6,14 €/m² |
| Hettstedt | 5,99 €/m² |
| Mansfeld | 5,88 €/m² |
| Blankenheim | 5,66 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Mansfeld ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Mansfeld
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Hergisdorf | 14,89 % |
| Eisleben | 13,54 % |
| Mansfeld | 12,36 % |
| Helbra | 8,65 % |
| Benndorf | 8,57 % |
| Klostermansfeld | 8,56 % |
| Hettstedt | 7,51 % |
| Wimmelburg | 6,87 % |
| Blankenheim | 5,33 % |
| Ahlsdorf | 4,70 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Klostermansfeld | 2,9 km | 06308 | 6,42 € | 900 € | 8,56 % |
| Benndorf | 3,7 km | 06308 | 6,53 € | 915 € | 8,57 % |
| Helbra | 5,0 km | 06311 | 6,14 € | 852 € | 8,65 % |
| Ahlsdorf | 5,7 km | 06313 | 6,14 € | 1.569 € | 4,70 % |
| Hergisdorf | 6,5 km | 06313 | 6,20 € | 500 € | 14,89 % |
| Hettstedt, Stadt | 7,0 km | 06333 | 5,99 € | 956 € | 7,51 % |
| Wimmelburg | 9,2 km | 06313 | 6,43 € | 1.123 € | 6,87 % |
| Eisleben, Lutherstadt | 9,7 km | 06295 | 6,29 € | 558 € | 13,54 % |
| Blankenheim | 10,0 km | 06528 | 5,66 € | 1.273 € | 5,33 % |
Wo liegt Mansfeld?
Lage
Mansfeld auf der Karte
Alle Kennzahlen zu Mansfeld
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 5,88 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 571 € |
| Bruttomietrendite | 12,36 % |
| Kaufpreisfaktor | 8,1 |
| Einwohner | 8.309 |
| Einwohner je km² | 57 |
| Fläche (km²) | 144,6 |
| Arbeitslosenquote | 6,7 % |
| Prognos-Gesamtrang | #393 |
| Prognos Dynamikrang | #301 |
| Prognos Stärkerang | #394 |
| Koordinaten | 51,5941, 11,4546 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Mansfeld
Was kostet eine Wohnung in Mansfeld?
Der aktuelle Angebotskaufpreis liegt bei 571 Euro pro Quadratmeter, die Angebotsmiete bei 5,88 Euro pro Quadratmeter. Beide Werte liegen deutlich unter dem Durchschnitt des Landkreises Mansfeld-Südharz (973 Euro/m² bzw. 6,17 Euro/m²) und auch unter dem Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt (1.095 Euro/m² bzw. 6,40 Euro/m²). Im bundesweiten Vergleich ist Mansfeld mit 571 Euro/m² ein sehr günstiger Standort im Vergleich zum deutschen Durchschnitt von 2.409 Euro/m².
Wie haben sich die Immobilienpreise in Mansfeld entwickelt?
Die Mietpreise sind seit 2018 von 6,98 Euro pro Quadratmeter auf 5,88 Euro im Jahr 2026 gefallen, was einer jährlichen Veränderung von rund -1,47 Prozent entspricht. Die Kaufpreise zeigen ein unruhiges Bild: Nach 461 Euro/m² im Jahr 2020 stiegen sie 2021 auf 1.125 Euro/m², fielen 2022 wieder auf 418 Euro/m² und lagen 2025 bei 745 Euro/m². Die jährliche Wachstumsrate der Kaufpreise beträgt insgesamt 10,08 Prozent, wobei die starken Schwankungen auf einen kleinen und volatilen Markt hindeuten.
Welche Bruttomietrendite bietet Mansfeld für Kapitalanleger?
Mansfeld weist eine Bruttomietrendite von 12,36 Prozent auf, was deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 8,53 Prozent und dem Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt von 7,78 Prozent liegt. Im bundesweiten Vergleich liegt die Rendite weit über dem deutschen Durchschnitt von 5,10 Prozent. Der Kaufpreisfaktor beträgt 8,09, was bedeutet, dass der Kaufpreis etwa dem 8-fachen der Jahreskaltmiete entspricht. Im Perzentilrang der Mietrenditen in Sachsen-Anhalt liegt Mansfeld auf Platz 94 von 100, was bedeutet, dass rund 94 Prozent der Orte im Bundesland eine niedrigere Rendite aufweisen.
Wie hat sich die Bevölkerung in Mansfeld entwickelt?
Die Einwohnerzahl ist seit 2015 von 9.089 auf 8.309 im Jahr 2024 gesunken, was einem Rückgang von 8,58 Prozent entspricht. Die Bevölkerungsdichte beträgt 57 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Bevölkerungsrückgang ist historisch bedingt: Nach der Einstellung des Kupferschieferbergbaus in den 1960er Jahren und dem wirtschaftlichen Strukturwandel nach der Wende setzte ein Abwanderungstrend ein, der bis heute anhält.
Wie ist die wirtschaftliche Zukunftsaussicht für Mansfeld?
Im Prognos-Zukunftsatlas 2025 belegt der Landkreis Mansfeld-Südharz den Rang 393 von rund 400 deutschen Kreisen. Besonders schlecht sind die Werte im Bereich Arbeitsmarkt (Rang 391) und Wettbewerb, Innovation (Rang 383). Die Stadt Mansfeld selbst hat keine Hochschule. Die wirtschaftliche Lage ist durch den Strukturwandel nach dem Ende des Bergbaus geprägt, wobei die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren von 375 (2015) auf 307 (2023) gesunken ist.
Woher stammen die Daten zu Mansfeld?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Mansfeld sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Mansfeld führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2025 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2025 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |
Weitere Orte im Kreis Mansfeld-Südharz
Nach Bruttomietrendite sortiert
| Ort | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Hergisdorf | 06313 | 6,20 € | 500 € | 14,89 % |
| Eisleben, Lutherstadt | 06295 | 6,29 € | 558 € | 13,54 % |
| Gerbstedt, Stadt | 06347 | 5,90 € | 561 € | 12,63 % |
| Berga | 06536 | 6,25 € | 604 € | 12,42 % |
| Südharz | 06536 | 6,01 € | 706 € | 10,22 % |
| Helbra | 06311 | 6,14 € | 852 € | 8,65 % |
| Benndorf | 06308 | 6,53 € | 915 € | 8,57 % |
| Klostermansfeld | 06308 | 6,42 € | 900 € | 8,56 % |