Bitterfeld-Wolfen, Stadt
Bitterfeld-Wolfen (PLZ 06766) liegt im Kreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Der Ort zählt 37.850 Einwohner auf 87,2 km², das entspricht 434 Einwohnern je Quadratkilometer.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 7,48 € pro m², der Kaufpreis bei 1.351 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 6,65 % und ein Kaufpreisfaktor von 15,0 — rechnerisch sind das 15 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Bitterfeld-Wolfen über dem Renditeniveau von 36 % der Orte in Sachsen-Anhalt.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 6,18 € auf 8,22 € pro m², im Mittel 3,6 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit 0,1 % pro Jahr langsamer als die Mieten. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 6,5 % verringert — ein Punkt, der bei der Vermietbarkeit einzukalkulieren ist. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 8,2 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Kreis Anhalt-Bitterfeld Rang 363 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 224, Stärkerang 368). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Muldestausee, Raguhn-Jeßnitz und Löbnitz an.
Immobilienpreise in Bitterfeld-Wolfen im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Sachsen-Anhalt.
Immobilienmarkt- und Standortbericht: Bitterfeld-Wolfen
Bericht zum Immobilienmarkt und Standort Bitterfeld-Wolfen: Angebotsmiete 7,48 €/m², Angebotskaufpreis 1.351 €/m², Bruttomietrendite 6,65 %. Bevölkerungsrückgang von 6,5 % seit 2015, historischer Chemiestandort mit Chemiepark als wichtigem Wirtschaftsfaktor. Prognos-Rang 363/400 im Kreisvergleich.
Marktüberblick
Bitterfeld-Wolfen ist die größte Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt und liegt im Südosten des Landes, etwa 25 Kilometer nordöstlich von Halle (Saale) und 35 Kilometer nördlich von Leipzig. Die Stadt umfasst eine Fläche von 87,23 Quadratkilometern und hat rund 37.850 Einwohner (Stand 2024). Sie entstand am 1. Juli 2007 durch den Zusammenschluss der bisherigen Städte Wolfen und Bitterfeld sowie der Gemeinden Greppin, Thalheim, Holzweißig, Bobbau und weiterer Ortsteile.
Der Immobilienmarkt wird maßgeblich vom historischen Chemiestandort geprägt. Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, der älteste Chemiepark Deutschlands, umfasst etwa 1.200 Hektar mit fünf Arealen, über 300 angesiedelten Unternehmen und rund 12.000 Beschäftigten. Die Stadt liegt im Naturraum Bitterfelder Bergbaurevier.
Preis- und Mietentwicklung
Die aktuellen Angebotsmieten liegen bei 7,48 Euro pro Quadratmeter, die Angebotskaufpreise bei 1.351 Euro pro Quadratmeter. Der Kaufpreisfaktor beträgt 15,04, die Bruttomietrendite liegt bei 6,65 Prozent.
Die Mietentwicklung zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend: Von 6,18 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 stiegen die Angebotsmieten auf 7,45 Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum (CAGR) von 3,63 Prozent. Für 2026 wird ein Wert von 8,22 Euro pro Quadratmeter erwartet.
Die Kaufpreisentwicklung verläuft deutlich volatiler und weniger dynamisch. Im Jahr 2018 lag der Angebotskaufpreis bei 1.446 Euro pro Quadratmeter, fiel 2019 auf 963 Euro, stieg 2021 auf 1.303 Euro und bewegte sich 2024 bei 1.335 Euro. Der CAGR von 0,12 Prozent über den gesamten Zeitraum zeigt eine kaum spürbare durchschnittliche Preissteigerung. Für 2026 wird ein Wert von 1.460 Euro pro Quadratmeter prognostiziert.
Wichtig: Bei den vorliegenden Miet- und Kaufwerten handelt es sich um Angebotswerte aus Inseraten, nicht um einen amtlichen Mietspiegel. Sie liegen systematisch über der ortsüblichen Vergleichsmiete.
Demografie und Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung von Bitterfeld-Wolfen ist seit der Wende rückläufig. Im Jahr 1990 lebten 71.916 Menschen in der Stadt, bis 2024 sank die Zahl auf rund 37.850 – ein Rückgang von mehr als der Hälfte. In der betrachteten Zeitreihe von 2015 bis 2024 ging die Einwohnerzahl von 40.480 auf 37.850 zurück, was einem Verlust von 6,5 Prozent entspricht.
Die Bevölkerungsdichte beträgt 434 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich 2023 auf 1.743 Personen (nach 2.459 im Jahr 2015), was einer deutlichen Verbesserung entspricht.
Der Strukturwandel nach dem Ende des Chemiekombinats Bitterfeld (CKB) und der Filmfabrik Wolfen (ORWO) hat die Stadt nachhaltig verändert. Die Einwohnerentwicklung bleibt weiterhin unter Druck.
Regionale Einordnung
Im regionalen Vergleich liegt Bitterfeld-Wolfen bei den Angebotsmieten (7,48 Euro pro Quadratmeter) über dem Durchschnitt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (6,80 Euro) und des Landes Sachsen-Anhalt (6,40 Euro), deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (8,92 Euro).
Beim Angebotskaufpreis (1.351 Euro pro Quadratmeter) liegt die Stadt ebenfalls über dem Kreis- (1.205 Euro) und Landesdurchschnitt (1.095 Euro), aber weit unter dem Bundeswert (2.409 Euro).
Die Bruttomietrendite von 6,65 Prozent liegt unter dem Kreis- (7,94 Prozent) und Landesdurchschnitt (7,78 Prozent). Der Perzentilrang von 35,8 Prozent im Bundesland zeigt, dass Bitterfeld-Wolfen bei den Mietrenditen im unteren Drittel der 218 betrachteten Orte in Sachsen-Anhalt liegt.
Der Kaufpreisfaktor von 15,04 liegt leicht über dem Kreis- (14,25) und Landesdurchschnitt (14,11). In der näheren Umgebung zeigen sich große Unterschiede: Muldestausee (5,2 km) weist mit 2.879 Euro pro Quadratmeter deutlich höhere Kaufpreise aus, Raguhn-Jeßnitz (10 km) liegt mit 960 Euro darunter.
Die Nachbargemeinde Delitzsch (11,3 km) weist mit 8,98 Euro pro Quadratmeter die höchsten Angebotsmieten im Umkreis auf.
Standortfaktoren
Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 ordnet den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, zu dem Bitterfeld-Wolfen gehört, auf Rang 363 von rund 400 deutschen Kreisen im Gesamtindex. Die Teilindizes zeigen folgende Positionen: Dynamik Rang 224, Stärke Rang 368, Demografie Rang 359, Arbeitsmarkt Rang 382, Wettbewerb und Innovation Rang 295, Wohlstand und soziale Lage Rang 280.
Die Platzierungen im unteren Bereich bei den Indizes Stärke, Demografie, Arbeitsmarkt und Wohlstand spiegeln die strukturellen Herausforderungen der Region wider. Der Arbeitsmarkt-Rang von 382 ist dabei besonders niedrig. Der Dynamik-Index mit Rang 224 ist im Vergleich dazu besser bewertet.
Am Ort selbst sind keine Hochschulen angesiedelt. Die nächste Universität befindet sich in Halle (Saale), etwa 25 Kilometer südlich.
Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Mit über 300 Unternehmen und rund 12.000 Beschäftigten ist er einer der bedeutendsten Industriestandorte in Sachsen-Anhalt. Etwa 12 Prozent der vorbereiteten Flächen gelten als frei und stehen Investoren zur Verfügung.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Bitterfeld-Wolfen entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Bitterfeld-Wolfen
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 6,18 €/m² |
| 2019 | 6,30 €/m² |
| 2020 | 6,21 €/m² |
| 2021 | 6,24 €/m² |
| 2022 | 6,62 €/m² |
| 2023 | 6,57 €/m² |
| 2024 | 6,95 €/m² |
| 2025 | 7,45 €/m² |
| 2026 | 8,22 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Bitterfeld-Wolfen
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 1.446 €/m² |
| 2019 | 963 €/m² |
| 2020 | 1.064 €/m² |
| 2021 | 1.303 €/m² |
| 2022 | 1.226 €/m² |
| 2023 | 1.162 €/m² |
| 2024 | 1.335 €/m² |
| 2025 | 1.147 €/m² |
| 2026 | 1.460 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Bitterfeld-Wolfen
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2018 | 5,13 % |
| 2019 | 7,85 % |
| 2020 | 7,00 % |
| 2021 | 5,75 % |
| 2022 | 6,48 % |
| 2023 | 6,78 % |
| 2024 | 6,25 % |
| 2025 | 7,80 % |
| 2026 | 6,75 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Bitterfeld-Wolfen
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 40.480 Einwohner |
| 2016 | 39.843 Einwohner |
| 2017 | 39.103 Einwohner |
| 2018 | 38.475 Einwohner |
| 2019 | 38.159 Einwohner |
| 2020 | 37.568 Einwohner |
| 2021 | 37.047 Einwohner |
| 2022 | 37.894 Einwohner |
| 2023 | 37.850 Einwohner |
| 2024 | 37.850 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Bitterfeld-Wolfen
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 8,39 % |
| 2016 | 8,05 % |
| 2017 | 7,02 % |
| 2018 | 7,87 % |
| 2019 | 7,61 % |
| 2020 | 8,46 % |
| 2021 | 7,41 % |
| 2022 | 7,30 % |
| 2023 | 8,17 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 363 Rang |
| Dynamik | 224 Rang |
| Stärke | 368 Rang |
| Demografie | 359 Rang |
| Arbeitsmarkt | 382 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 295 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 280 Rang |
Renditeverteilung in Sachsen-Anhalt
Anzahl Orte je Renditeband — Bitterfeld-Wolfen liegt im Band 6–7 %
Datenwerte: Renditeverteilung in Sachsen-Anhalt
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 3–4 | 8,00 Orte |
| 4–5 | 12,00 Orte |
| 5–6 | 38,00 Orte |
| 6–7 | 31,00 Orte |
| 7–8 | 42,00 Orte |
| 8–9 | 28,00 Orte |
| 9–10 | 23,00 Orte |
| 10–11 | 10,00 Orte |
| 11–12 | 11,00 Orte |
| 12+ | 15,00 Orte |
Wie schneidet Bitterfeld-Wolfen im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Bitterfeld-Wolfen ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Bitterfeld-Wolfen ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Bitterfeld-Wolfen
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Delitzsch | 8,98 €/m² |
| Muldestausee | 8,61 €/m² |
| Landsberg | 8,21 €/m² |
| Bitterfeld-Wolfen | 7,48 €/m² |
| Sandersdorf-Brehna | 7,48 €/m² |
| Löbnitz | 7,01 €/m² |
| Zörbig | 6,98 €/m² |
| Raguhn-Jeßnitz | 6,97 €/m² |
| Gräfenhainichen | 6,61 €/m² |
| Südliches Anhalt | 6,03 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Bitterfeld-Wolfen ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Bitterfeld-Wolfen
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Südliches Anhalt | 13,19 % |
| Gräfenhainichen | 8,74 % |
| Raguhn-Jeßnitz | 8,72 % |
| Zörbig | 7,85 % |
| Bitterfeld-Wolfen | 6,65 % |
| Löbnitz | 6,60 % |
| Landsberg | 5,84 % |
| Sandersdorf-Brehna | 5,64 % |
| Delitzsch | 5,64 % |
| Muldestausee | 3,59 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Muldestausee | 5,2 km | 06774 | 8,61 € | 2.879 € | 3,59 % |
| Raguhn-Jeßnitz, Stadt | 10,0 km | 06779 | 6,97 € | 960 € | 8,72 % |
| Löbnitz | 10,2 km | 04509 | 7,01 € | 1.276 € | 6,60 % |
| Sandersdorf-Brehna, Stadt | 10,8 km | 06792 | 7,48 € | 1.591 € | 5,64 % |
| Delitzsch, Stadt | 11,3 km | 04509 | 8,98 € | 1.910 € | 5,64 % |
| Zörbig, Stadt | 14,0 km | 06780 | 6,98 € | 1.067 € | 7,85 % |
| Gräfenhainichen, Stadt | 14,6 km | 06773 | 6,61 € | 908 € | 8,74 % |
| Landsberg, Stadt | 16,0 km | 06188 | 8,21 € | 1.688 € | 5,84 % |
| Südliches Anhalt, Stadt | 18,2 km | 06369 | 6,03 € | 549 € | 13,19 % |
Wo liegt Bitterfeld-Wolfen?
Lage
Bitterfeld-Wolfen auf der Karte
Alle Kennzahlen zu Bitterfeld-Wolfen
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 7,48 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 1.351 € |
| Bruttomietrendite | 6,65 % |
| Kaufpreisfaktor | 15,0 |
| Einwohner | 37.850 |
| Einwohner je km² | 434 |
| Fläche (km²) | 87,2 |
| Arbeitslosenquote | 8,2 % |
| Prognos-Gesamtrang | #363 |
| Prognos Dynamikrang | #224 |
| Prognos Stärkerang | #368 |
| Koordinaten | 51,6251, 12,3254 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Bitterfeld-Wolfen
Was kostet eine Wohnung in Bitterfeld-Wolfen?
Aktuell liegen die Angebotsmieten bei 7,48 Euro pro Quadratmeter, die Angebotskaufpreise bei 1.351 Euro pro Quadratmeter. Beide Werte liegen damit über dem Durchschnitt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (6,80 Euro bzw. 1.205 Euro) und auch über dem Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts (6,40 Euro bzw. 1.095 Euro). Im bundesweiten Vergleich mit 8,92 Euro Miete und 2.409 Euro Kaufpreis ist Bitterfeld-Wolfen jedoch deutlich günstiger.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Bitterfeld-Wolfen entwickelt?
Die Angebotsmieten sind von 6,18 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 8,22 Euro im Jahr 2026 gestiegen, was einer jährlichen Wachstumsrate von rund 3,63 Prozent entspricht. Die Kaufpreise waren in diesem Zeitraum deutlich volatiler: Sie bewegten sich zwischen 963 Euro (2019) und 1.460 Euro (2026) pro Quadratmeter, bei einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von nur 0,12 Prozent.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Bitterfeld-Wolfen?
Die aktuelle Bruttomietrendite beträgt 6,65 Prozent. Damit liegt sie unter dem Durchschnitt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (7,94 Prozent) und auch unter dem Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts (7,78 Prozent). Der Kaufpreisfaktor von 15,04 ist ebenfalls höher als der Kreis- (14,25) und Landesdurchschnitt (14,11). Im bundesweiten Vergleich liegt die Rendite von 6,65 Prozent jedoch deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 5,10 Prozent. Der Perzentilrang von 35,78 bedeutet, dass rund 36 Prozent der Orte im Bundesland eine niedrigere Rendite aufweisen.
Wie schneidet Bitterfeld-Wolfen im Vergleich zum Umland ab?
Im direkten Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich ein gemischtes Bild. Raguhn-Jeßnitz (10 km) bietet mit 8,72 Prozent eine deutlich höhere Rendite bei niedrigeren Kaufpreisen (960 Euro/m²), während Muldestausee (5,2 km) mit 3,59 Prozent Rendite und 2.879 Euro/m² Kaufpreis deutlich teurer ist. Die Angebotsmiete von 7,48 Euro/m² liegt im Mittelfeld der Nachbargemeinden.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Bitterfeld-Wolfen?
Die Einwohnerzahl ist von 40.480 im Jahr 2015 auf 37.850 im Jahr 2024 gesunken, was einem Rückgang von rund 6,5 Prozent entspricht. Die Bevölkerungsdichte beträgt 434 Einwohner pro Quadratkilometer. Seit 2022 ist die Bevölkerungszahl weitgehend stabil (37.894 im Jahr 2022, 37.850 in den Folgejahren).
Wie wird die Zukunftsfähigkeit von Bitterfeld-Wolfen eingeschätzt?
Im Prognos-Zukunftsatlas 2025 belegt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, zu dem Bitterfeld-Wolfen gehört, den Rang 363 von rund 400 deutschen Kreisen. Besonders niedrig sind die Werte im Bereich Arbeitsmarkt (Rang 382) und Demografie (Rang 359). Am besten schneidet der Kreis im Bereich Wettbewerb und Innovation (Rang 295) ab. Am Ort selbst gibt es keine Hochschulen.
Woher stammen die Daten zu Bitterfeld-Wolfen?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Bitterfeld-Wolfen sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Bitterfeld-Wolfen führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2026 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2026 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |
Weitere Orte im Kreis Anhalt-Bitterfeld
Nach Bruttomietrendite sortiert
| Ort | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Südliches Anhalt, Stadt | 06369 | 6,03 € | 549 € | 13,19 % |
| Osternienburger Land | 06386 | 5,96 € | 627 € | 11,41 % |
| Zerbst/Anhalt, Stadt | 39261 | 6,77 € | 896 € | 9,06 % |
| Raguhn-Jeßnitz, Stadt | 06779 | 6,97 € | 960 € | 8,72 % |
| Zörbig, Stadt | 06780 | 6,98 € | 1.067 € | 7,85 % |
| Aken (Elbe), Stadt | 06385 | 5,60 € | 965 € | 6,96 % |
| Köthen (Anhalt), Stadt | 06366 | 6,10 € | 1.162 € | 6,30 % |
| Sandersdorf-Brehna, Stadt | 06792 | 7,48 € | 1.591 € | 5,64 % |