Ringgau
Ringgau (PLZ 37296) liegt im Werra-Meißner-Kreis in Hessen. Der Ort zählt 2.842 Einwohner auf 66,8 km², das entspricht 43 Einwohnern je Quadratkilometer.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 6,68 € pro m², der Kaufpreis bei 946 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 8,47 % und ein Kaufpreisfaktor von 11,8 — rechnerisch sind das 12 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Ringgau über dem Renditeniveau von 98 % der Orte in Hessen.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 4,00 € auf 8,44 € pro m², im Mittel 9,8 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit -5,5 % pro Jahr langsamer als die Mieten. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 4,4 % verringert — ein Punkt, der bei der Vermietbarkeit einzukalkulieren ist. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 2,9 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Werra-Meißner-Kreis Rang 306 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 296, Stärkerang 298). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Weißenborn, Wehretal und Eschwege an.
Immobilienpreise in Ringgau im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Hessen.
Immobilienmarkt- und Standortbericht: Ringgau
Ringgau ist eine ländliche Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis mit 2.842 Einwohnern, die durch niedrige Immobilienpreise (946 €/m² Kaufpreis) bei moderaten Mieten (6,68 €/m²) eine überdurchschnittliche Bruttomietrendite von 8,47 % aufweist. Die Kaufpreiszeitreihe zeigt extreme Volatilität (1.105 € 2022 bis 1.660 € 2023 bis 801 € 2024). Die Gemeinde verliert seit 2015 kontinuierlich Einwohner (-4,4 %). Der Prognos-Zukunftsatlas stuft den Kreis mit Rang 306 von 400 als schwach bis mittel ein, mit besonderer Schwäche bei Wettbewerb und Innovation.
Marktüberblick
Ringgau ist eine Gemeinde im südlichen Werra-Meißner-Kreis mit 2.842 Einwohnern auf 66,81 km². Sie besteht aus sieben Ortsteilen (Datterode, Grandenborn, Lüderbach, Netra, Renda, Rittmannshausen, Röhrda) und ging 1971/1974 durch Fusion mehrerer Gemeinden hervor. Der Verwaltungssitz befindet sich in Netra. Die Gemeinde liegt im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, etwa elf Kilometer südlich der Kreisstadt Eschwege, und grenzt im Osten an Thüringen.
Der lokale Immobilienmarkt zeichnet sich durch ein ungewöhnliches Preis-Miete-Verhältnis aus: Der Angebotskaufpreis liegt mit 946 Euro je Quadratmeter deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 1.452 Euro und dem hessischen Landesdurchschnitt von 2.505 Euro. Gleichzeitig liegt die Angebotsmiete mit 6,68 Euro je Quadratmeter nur knapp unter dem Kreisdurchschnitt von 6,75 Euro. Diese Kombination führt zu einer Bruttomietrendite von 8,47 Prozent, die mit dem 98. Perzentil im Bundesland zu den höchsten in Hessen gehört. Der Kaufpreisfaktor beträgt 11,81 und liegt damit unter dem Kreiswert von 18,01 und dem Landeswert von 21,06.
Die hohe Rendite ist primär auf den niedrigen Kaufpreis bei gleichzeitig moderater Miete zurückzuführen. Im regionalen Vergleich zeigt sich ein ähnliches Muster: Treffurt weist mit 9,51 Prozent eine noch höhere Rendite auf, während Weißenborn mit 3,76 Prozent die niedrigste der Nachbarorte erreicht. Der Ringgau-Markt liegt damit in der unteren Preiskategorie des Kreises, ohne jedoch die extrem niedrigen Kaufpreise von Treffurt zu erreichen.
Preis- und Mietentwicklung
Die verfügbaren Zeitreihen zeigen für Ringgau eine außergewöhnlich hohe Volatilität, die über typische Marktschwankungen hinausgeht.
Bei den Kaufpreisen verzeichnete die Zeitreihe einen Anstieg von 1.105 Euro je Quadratmeter im Jahr 2022 auf 1.660 Euro im Jahr 2023, gefolgt von einem Rückgang auf 801 Euro im Jahr 2024 und einem leichten Anstieg auf 882 Euro im Jahr 2026. Diese Schwankungen von über 100 Prozent innerhalb von vier Jahren sind für einen ländlichen Immobilienmarkt untypisch.
Die Mietentwicklung verläuft ebenfalls nicht linear: Nach 4,00 Euro im Jahr 2018 folgte ein Anstieg auf 4,95 Euro (2020), ein Rückgang auf 4,23 Euro (2021), ein weiterer Anstieg auf 5,17 Euro (2022), ein Höhepunkt von 6,51 Euro (2023), gefolgt von einem Rückgang auf 4,81 Euro (2024) und 4,27 Euro (2025). Der Wert von 8,44 Euro im Jahr 2026 steht isoliert deutlich über allen Vorjahreswerten. Die angegebene jährliche Wachstumsrate von 9,78 Prozent für die Miete und -5,47 Prozent für den Kaufpreis sind statistische Kennzahlen, die die extreme Volatilität der zugrundeliegenden Reihen zusammenfassen, aber keine lineare Entwicklung beschreiben.
Die Zeitreihen sind nicht als geschätzt gekennzeichnet, was bedeutet, dass sie auf tatsächlichen Marktdaten beruhen. Die hohe Schwankungsbreite sollte bei jeder Einordnung berücksichtigt werden.
Regionale Einordnung
Ringgau liegt im unteren Preissegment des Werra-Meißner-Kreises. Der Angebotskaufpreis von 946 Euro je Quadratmeter ist 35 Prozent unter dem Kreisdurchschnitt von 1.452 Euro. Die Angebotsmiete von 6,68 Euro liegt nur 1,1 Prozent unter dem Kreiswert von 6,75 Euro. Diese Diskrepanz zwischen niedrigem Kaufpreis und annähernd kreisüblicher Miete ist der Grund für die überdurchschnittliche Bruttomietrendite.
Im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Miete von 6,68 Euro je Quadratmeter liegt über den Werten von Weißenborn (5,58 Euro) und Wanfried (5,86 Euro), unter denen von Wehretal (6,85 Euro) und Eschwege (7,24 Euro). Der Kaufpreis von 946 Euro ist der niedrigste unter allen acht Nachbarorten mit verfügbaren Daten – deutlich unter Amt Creuzburg (963 Euro), dem nächstgelegenen Vergleichsort. Treffurt fällt mit 771 Euro noch weiter darunter, weist aber gleichzeitig die höchste Rendite von 9,51 Prozent auf.
Auf Landesebene liegt Ringgau bei der Miete mit 6,68 Euro je Quadratmeter unter dem hessischen Durchschnitt von 9,69 Euro, bei den Kaufpreisen mit 946 Euro unter dem Landesdurchschnitt von 2.505 Euro. Die Rendite von 8,47 Prozent liegt über dem Landesdurchschnitt von 4,98 Prozent. Der Ort folgt damit dem Muster von Gemeinden in ländlichen Regionen mit niedrigeren Kaufpreisen und höheren Renditen als städtische Standorte.
Der Kreis Werra-Meißner-Kreis bildet insgesamt ein regionales Muster mit niedrigeren Kaufpreisen und höheren Renditen als der hessische Durchschnitt. Ringgau ist dabei kein Ausreißer, sondern Teil dieses Musters, wenn auch mit einem der niedrigsten Kaufpreise im Kreis.
Standortfaktoren und Demografie
Die Gemeinde Ringgau verliert seit mehreren Jahren kontinuierlich Einwohner. Von 2.974 Einwohnern im Jahr 2015 sank die Zahl auf 2.842 im Jahr 2024, was einem Rückgang von 4,4 Prozent entspricht. Die Bevölkerungsdichte beträgt 43 Einwohner je Quadratkilometer, was für eine ländliche Gemeinde typisch ist.
Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei 5,2 Prozent und hat sich seit 2015 (4,7 Prozent) nur leicht erhöht. Diese moderate Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem Bevölkerungsrückgang: Die Zahl der Erwerbspersonen geht zurück, aber die Quote bleibt stabil.
Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 stuft den Werra-Meißner-Kreis, auf den sich die Ränge beziehen, mit dem Gesamtrang 306 von rund 400 deutschen Kreisen ein. Die Teilindizes zeigen unterschiedliche Profile: Der Arbeitsmarkt-Rang (188) ist der beste Wert, während Wettbewerb und Innovation mit Rang 362 das schwächste Feld darstellen. Demografie (300) und Wohlstand (259) liegen im unteren Mittelfeld. Diese Struktur entspricht dem Muster einer ländlichen Region mit funktionierendem, aber nicht dynamischem Arbeitsmarkt und schwacher Innovationskraft.
Am Ort bestehen keine Hochschulen. Die Gemeinde ist Teil des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land und verfügt über historische Infrastruktur wie die Burgruine Boyneburg und die Wasserburg Netra. Die Kombination aus Bevölkerungsrückgang, schwacher Innovationsdynamik und niedrigen Immobilienpreisen beschreibt einen ländlichen Markt, der durch stabile Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum geprägt ist, aber keine wertschöpfende Dynamik aufweist.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Ringgau entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Ringgau
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 4,00 €/m² |
| 2020 | 4,95 €/m² |
| 2021 | 4,23 €/m² |
| 2022 | 5,17 €/m² |
| 2023 | 6,51 €/m² |
| 2024 | 4,81 €/m² |
| 2025 | 4,27 €/m² |
| 2026 | 8,44 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Ringgau
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2022 | 1.105 €/m² |
| 2023 | 1.660 €/m² |
| 2024 | 801 €/m² |
| 2026 | 882 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Ringgau
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2022 | 5,61 % |
| 2023 | 4,70 % |
| 2024 | 7,21 % |
| 2026 | 11,48 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Ringgau
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 2.974 Einwohner |
| 2016 | 2.979 Einwohner |
| 2017 | 2.924 Einwohner |
| 2018 | 2.884 Einwohner |
| 2019 | 2.871 Einwohner |
| 2020 | 2.884 Einwohner |
| 2021 | 2.875 Einwohner |
| 2022 | 2.868 Einwohner |
| 2023 | 2.842 Einwohner |
| 2024 | 2.842 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Ringgau
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 2,44 % |
| 2016 | 2,32 % |
| 2017 | 2,28 % |
| 2018 | 2,18 % |
| 2019 | 2,30 % |
| 2020 | 2,78 % |
| 2021 | 2,62 % |
| 2022 | 2,54 % |
| 2023 | 2,93 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 306 Rang |
| Dynamik | 296 Rang |
| Stärke | 298 Rang |
| Demografie | 300 Rang |
| Arbeitsmarkt | 188 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 362 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 259 Rang |
Renditeverteilung in Hessen
Anzahl Orte je Renditeband — Ringgau liegt im Band 8–9 %
Datenwerte: Renditeverteilung in Hessen
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 2–3 | 1,00 Orte |
| 3–4 | 63,00 Orte |
| 4–5 | 206 Orte |
| 5–6 | 89,00 Orte |
| 6–7 | 33,00 Orte |
| 7–8 | 17,00 Orte |
| 8–9 | 6,00 Orte |
| 9–10 | 3,00 Orte |
| 10–11 | 1,00 Orte |
| 11–12 | 1,00 Orte |
| 12+ | 1,00 Orte |
Wie schneidet Ringgau im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Ringgau ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Ringgau ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Ringgau
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Eschwege | 7,24 €/m² |
| Meinhard | 7,10 €/m² |
| Wehretal | 6,85 €/m² |
| Amt Creuzburg | 6,74 €/m² |
| Ringgau | 6,68 €/m² |
| Sontra | 6,47 €/m² |
| Herleshausen | 6,37 €/m² |
| Treffurt | 6,11 €/m² |
| Wanfried | 5,86 €/m² |
| Weißenborn | 5,58 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Ringgau ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Ringgau
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Treffurt | 9,51 % |
| Ringgau | 8,47 % |
| Amt Creuzburg | 8,40 % |
| Sontra | 7,03 % |
| Meinhard | 6,82 % |
| Wehretal | 6,07 % |
| Eschwege | 4,95 % |
| Herleshausen | 4,66 % |
| Wanfried | 4,52 % |
| Weißenborn | 3,76 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Weißenborn | 3,6 km | 37299 | 5,58 € | 1.780 € | 3,76 % |
| Wehretal | 9,2 km | 37287 | 6,85 € | 1.353 € | 6,07 % |
| Eschwege, Kreisstadt | 10,5 km | 37269 | 7,24 € | 1.755 € | 4,95 % |
| Treffurt, Stadt | 10,7 km | 99830 | 6,11 € | 771 € | 9,51 % |
| Herleshausen | 10,9 km | 37293 | 6,37 € | 1.638 € | 4,66 % |
| Wanfried, Stadt | 11,3 km | 37281 | 5,86 € | 1.557 € | 4,52 % |
| Amt Creuzburg, Stadt | 11,5 km | 99831 | 6,74 € | 963 € | 8,40 % |
| Sontra, Stadt | 11,5 km | 36205 | 6,47 € | 1.104 € | 7,03 % |
| Meinhard | 12,6 km | 37276 | 7,10 € | 1.250 € | 6,82 % |
Wo liegt Ringgau?
Lage
Ringgau auf der Karte
Alle Kennzahlen zu Ringgau
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 6,68 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 946 € |
| Bruttomietrendite | 8,47 % |
| Kaufpreisfaktor | 11,8 |
| Einwohner | 2.842 |
| Einwohner je km² | 43 |
| Fläche (km²) | 66,8 |
| Arbeitslosenquote | 2,9 % |
| Prognos-Gesamtrang | #306 |
| Prognos Dynamikrang | #296 |
| Prognos Stärkerang | #298 |
| Koordinaten | 51,0938, 10,0928 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Ringgau
Was kostet eine Wohnung in Ringgau?
Die aktuellen Angebotsmieten liegen bei durchschnittlich 6,68 Euro pro Quadratmeter, die Angebotskaufpreise bei rund 946 Euro pro Quadratmeter. Beide Werte liegen deutlich unter dem hessischen Durchschnitt (Miete: 9,69 €/m², Kaufpreis: 2.505 €/m²) und auch unter dem Bundesdurchschnitt (Miete: 8,92 €/m², Kaufpreis: 2.409 €/m²). Im Vergleich zum Kreis Werra-Meißner-Kreis (6,75 €/m² Miete, 1.452 €/m² Kaufpreis) liegt Ringgau bei der Miete knapp darunter, beim Kaufpreis jedoch deutlich. Hinweis: Bei den Werten handelt es sich um Angebotswerte aus Inseraten, nicht um einen amtlichen Mietspiegel.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Ringgau entwickelt?
Die Angebotsmieten sind in der verfügbaren Zeitreihe von 2018 bis 2026 von 4,00 auf 8,44 Euro pro Quadratmeter gestiegen, was einer jährlichen Wachstumsrate von rund 9,8 Prozent entspricht. Die Entwicklung war dabei stark schwankend – zwischen 2021 (4,23 €/m²) und 2023 (6,51 €/m²) gab es einen Anstieg, gefolgt von einem Rückgang auf 4,27 €/m² im Jahr 2025 und einem erneuten Anstieg auf 8,44 €/m² im Jahr 2026. Bei den Kaufpreisen ist ein Rückgang von 1.105 €/m² (2022) auf 882 €/m² (2026) zu verzeichnen, was einer jährlichen Abnahme von rund 5,5 Prozent entspricht.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Ringgau?
Die Bruttomietrendite liegt bei 8,47 Prozent und der Kaufpreisfaktor bei 11,81. Die Rendite von 8,47 % liegt deutlich über dem hessischen Durchschnitt von 4,98 % und auch über dem Kreisdurchschnitt von 5,79 %. Ringgau belegt damit den 98. Perzentilrang in Hessen – das bedeutet, dass rund 98 Prozent der hessischen Orte eine niedrigere Bruttomietrendite aufweisen. Der Kaufpreisfaktor von 11,81 ist deutlich niedriger als der hessische Durchschnitt von 21,06, was ein vergleichsweise niedriges Kaufpreisniveau im Verhältnis zur Miete anzeigt.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Ringgau?
Die Einwohnerzahl ist von 2.974 im Jahr 2015 auf 2.842 im Jahr 2024 um rund 4,4 Prozent gesunken. Die Bevölkerungsdichte beträgt 43 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Rückgang war vor allem in den Jahren 2017 bis 2019 deutlich, wobei sich die Entwicklung 2023 und 2024 mit jeweils 2.842 Einwohnern stabilisiert hat.
Wie ist die Arbeitsmarktsituation in Ringgau?
Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei 5,2 Prozent. Sie ist von 4,7 Prozent im Jahr 2015 auf 5,2 Prozent im Jahr 2023 leicht gestiegen, schwankte dabei aber zwischen 4,0 Prozent (2018) und 5,0 Prozent (2020).
Wie schneidet Ringgau im Zukunftsatlas ab?
Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 bewertet den Werra-Meißner-Kreis, zu dem Ringgau gehört, auf Rang 306 von rund 400 deutschen Kreisen. Besonders schwach ist die Bewertung im Bereich Wettbewerb und Innovation (Rang 362), während der Arbeitsmarkt mit Rang 188 am besten abschneidet. Die Werte gelten für den gesamten Kreis, nicht spezifisch für die Gemeinde Ringgau.
Woher stammen die Daten zu Ringgau?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Ringgau sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Ringgau führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2026 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2026 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |
Weitere Orte im Werra-Meißner-Kreis
Nach Bruttomietrendite sortiert
| Ort | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Neu-Eichenberg | 37249 | 7,97 € | 1.361 € | 7,03 % |
| Sontra, Stadt | 36205 | 6,47 € | 1.104 € | 7,03 % |
| Meinhard | 37276 | 7,10 € | 1.250 € | 6,82 % |
| Meißner | 37290 | 6,64 € | 1.292 € | 6,17 % |
| Wehretal | 37287 | 6,85 € | 1.353 € | 6,07 % |
| Berkatal | 37297 | 5,34 € | 1.058 € | 6,05 % |
| Großalmerode, Stadt | 37247 | 7,25 € | 1.457 € | 5,97 % |
| Bad Sooden-Allendorf, Stadt | 37242 | 7,51 € | 1.560 € | 5,78 % |