Marburg, Universitätsstadt
Marburg (PLZ 35037) liegt im Kreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Der Ort zählt 78.203 Einwohner auf 123,9 km², das entspricht 631 Einwohnern je Quadratkilometer. Mit 3 Hochschulen am Ort besteht eine strukturell erhöhte Nachfrage nach kleinen Mietwohnungen.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 13,15 € pro m², der Kaufpreis bei 3.615 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 4,37 % und ein Kaufpreisfaktor von 22,9 — rechnerisch sind das 23 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Marburg über dem Renditeniveau von 32 % der Orte in Hessen.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 10,43 € auf 13,69 € pro m², im Mittel 3,5 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit 1,9 % pro Jahr langsamer als die Mieten. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 5,9 % erhöht. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 4,5 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Kreis Marburg-Biedenkopf Rang 192 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 106, Stärkerang 212). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Cölbe, Weimar (Lahn) und Lahntal an.
Immobilienpreise in Marburg im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Hessen.
Immobilienmarkt- und Standortbericht: Marburg, Universitätsstadt
Bericht zum Immobilienmarkt und Standort von Marburg, Universitätsstadt. Angebotsmiete 13,15 €/m², Angebotskaufpreis 3.615 €/m². Deutlich über allen Durchschnittswerten (Kreis, Hessen, Deutschland). Bevölkerungswachstum von +5,9 % seit 2015. Philipps-Universität mit über 20.000 Studierenden als wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Prognos-Rang des Landkreises: 192 von 400, mit Stärken im Bereich Dynamik (Rang 106).
Marktüberblick
Marburg, Universitätsstadt liegt im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf an der Lahn, etwa in der Mitte zwischen Frankfurt am Main und Kassel (jeweils rund 77 Kilometer Luftlinie). Mit 78.203 Einwohnern (Stand 2024) und einer Fläche von 123,91 Quadratkilometern ist sie die achtgrößte Stadt Hessens. Die Stadt erfüllt die Funktion eines Oberzentrums im Regierungsbezirk Gießen und hat als größere Mittelstadt einen Sonderstatus, der ihr in vielen Belangen eine kreisfreie Stadt ähnliche Stellung einräumt.
Der aktuelle Immobilienmarkt zeigt Angebotsmieten von 13,15 Euro pro Quadratmeter und Angebotskaufpreise von 3.615 Euro pro Quadratmeter. Die Bruttomietrendite liegt bei 4,37 Prozent, der Kaufpreisfaktor bei 22,91. Beide Werte sind Angebotswerte aus Inseraten und liegen systematisch über der ortsüblichen Vergleichsmiete; sie stellen keinen amtlichen Mietspiegel dar.
Preisentwicklung
Die Angebotsmieten in Marburg sind seit 2018 deutlich gestiegen. Lag der Wert 2018 noch bei 10,43 Euro pro Quadratmeter, betrug er 2025 bereits 13,01 Euro und erreichte 2026 mit 13,69 Euro einen neuen Höchststand. Der jährliche Wachstumsdurchschnitt (CAGR) über den Zeitraum beträgt 3,46 Prozent.
Der Anstieg war nicht linear: Nach einem leuellen Rückgang 2020 (10,73 Euro) folgte eine starke Erholung ab 2022. Besonders ausgeprägt war der Sprung von 10,81 Euro im Jahr 2023 auf 12,16 Euro im Jahr 2024 – ein Anstieg von rund 12,7 Prozent in einem Jahr. Im Kaufpreisbereich verlief die Entwicklung anders: Hier stiegen die Werte von 3.092 Euro pro Quadratmeter (2018) auf einen Höchststand von 3.565 Euro (2022), fielen dann aber bis 2024 auf 3.006 Euro ab, bevor sie 2025 wieder auf 3.419 Euro und 2026 auf 3.609 Euro stiegen. Der jährliche Wachstumsdurchschnitt über den gesamten Zeitraum beträgt 1,95 Prozent.
Sowohl die Miet- als auch die Kaufpreisreihen sind nicht geschätzt, sondern basieren auf tatsächlich erhobenen Daten.
Regionale Einordnung
Marburg liegt im Immobilienmarkt deutlich über allen relevanten Vergleichswerten. Die Angebotsmiete von 13,15 Euro pro Quadratmeter übertrifft den Durchschnitt des Landkreises Marburg-Biedenkopf (8,95 Euro) um 47 Prozent, den hessischen Durchschnitt (9,69 Euro) um 36 Prozent und den deutschen Durchschnitt (8,92 Euro) um 47 Prozent. Auch beim Kaufpreis mit 3.615 Euro pro Quadratmeter liegt Marburg deutlich über dem Kreisdurchschnitt (2.262 Euro), dem Landesdurchschnitt (2.505 Euro) und dem Bundesdurchschnitt (2.409 Euro).
Der Kaufpreisfaktor von 22,91 ist ebenfalls höher als der Kreisdurchschnitt (20,80), der Landesdurchschnitt (21,06) und der Bundesdurchschnitt (21,06). Die Bruttomietrendite von 4,37 Prozent liegt im unteren Drittel der hessischen Standorte (Perzentilrang 32,1 von 421 Orten), was die hohen Kaufpreise im Verhältnis zu den Mieten widerspiegelt.
Im regionalen Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich, dass Marburg die höchsten Mietpreise im Umkreis bis 13 Kilometer aufweist. Die nächstgelegenen Orte wie Cölbe (4,6 km, 10,42 Euro), Weimar (Lahn) (6,1 km, 10,83 Euro) und Lahntal (7,5 km, 10,17 Euro) liegen deutlich unter dem Marburger Niveau. Auch Ebsdorfergrund (10,9 km) mit 9,79 Euro pro Quadratmeter Miete bleibt unter dem Marburger Wert.
Bevölkerung und Hochschulstandort
Die Bevölkerung von Marburg ist seit 2015 kontinuierlich gewachsen – von 73.836 auf 78.203 Einwohner im Jahr 2024, was einem Anstieg von knapp sechs Prozent entspricht. Die Bevölkerungsdichte beträgt 631 Einwohner pro Quadratkilometer.
Die Philipps-Universität Marburg, 1527 von Landgraf Philipp dem Großmütigen gegründet, ist die älteste noch bestehende protestantisch gegründete Universität der Welt. Mit 20.899 Studierenden im Wintersemester 2025/26 (21.162 im Studienjahr 2024/25) zählt sie zu den mittelgroßen deutschen Volluniversitäten. Die Universität verfügt über 16 Fachbereiche, 382 Professoren (inklusive Universitätsklinikum Gießen und Marburg) und einen Jahresetat von 455,1 Millionen Euro (2024). Sie ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Stadt und prägt das Stadtbild maßgeblich.
Neben der Philipps-Universität sind die Archivschule Marburg (Hochschule für Archivwissenschaft) und die Evangelische Hochschule Tabor weitere Hochschulen am Ort.
Die absolute Zahl der Arbeitslosen ist von 1.712 im Jahr 2015 auf 2.436 im Jahr 2023 gestiegen. Eine Arbeitslosenquote in Prozent ist in den vorliegenden Daten nicht enthalten.
Standortfaktoren
Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, auf den sich die Prognos-Zukunftsatlas-Ränge beziehen, ergibt sich ein differenziertes Bild. Der Gesamtindex rangiert auf Platz 192 von rund 400 deutschen Kreisen, was eine mittlere Position darstellt.
Besonders gut schneidet der Kreis im Bereich Dynamik ab (Rang 106 von 400), was auf positive Entwicklungsimpulse hindeutet. Auch der Arbeitsmarkt liegt mit Rang 120 im oberen Mittelfeld. Der Demografie-Index (Rang 164) und der Index für Wohlstand und soziale Lage (Rang 212) liegen im unteren Mittelfeld. Die Bereiche Wettbewerb und Innovation (Rang 280) sowie Stärke (Rang 212) gehören zu den schwächeren Bereichen des Kreises.
Diese Standortfaktoren spiegeln die typische Struktur einer Universitätsstadt im ländlichen Umland wider: Die Dynamik wird maßgeblich durch den Hochschulstandort getrieben, während strukturelle Schwächen in den Bereichen Wettbewerb und Wohlstand auf die periphere Lage im ländlichen Mittelhessen zurückzuführen sind.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Marburg entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Marburg
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 10,43 €/m² |
| 2019 | 10,81 €/m² |
| 2020 | 10,73 €/m² |
| 2021 | 11,16 €/m² |
| 2022 | 11,33 €/m² |
| 2023 | 10,81 €/m² |
| 2024 | 12,16 €/m² |
| 2025 | 13,01 €/m² |
| 2026 | 13,69 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Marburg
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 3.093 €/m² |
| 2019 | 3.420 €/m² |
| 2020 | 3.354 €/m² |
| 2021 | 3.477 €/m² |
| 2022 | 3.565 €/m² |
| 2023 | 3.286 €/m² |
| 2024 | 3.006 €/m² |
| 2025 | 3.419 €/m² |
| 2026 | 3.609 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Marburg
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2018 | 4,05 % |
| 2019 | 3,79 % |
| 2020 | 3,84 % |
| 2021 | 3,85 % |
| 2022 | 3,81 % |
| 2023 | 3,95 % |
| 2024 | 4,85 % |
| 2025 | 4,57 % |
| 2026 | 4,55 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Marburg
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 73.836 Einwohner |
| 2016 | 74.675 Einwohner |
| 2017 | 76.226 Einwohner |
| 2018 | 76.851 Einwohner |
| 2019 | 77.129 Einwohner |
| 2020 | 76.401 Einwohner |
| 2021 | 76.571 Einwohner |
| 2022 | 77.845 Einwohner |
| 2023 | 78.203 Einwohner |
| 2024 | 78.203 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Marburg
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 1,26 % |
| 2016 | 5,16 % |
| 2017 | 2,59 % |
| 2018 | 3,57 % |
| 2019 | 3,59 % |
| 2020 | 4,28 % |
| 2021 | 3,87 % |
| 2022 | 3,93 % |
| 2023 | 4,52 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 192 Rang |
| Dynamik | 106 Rang |
| Stärke | 212 Rang |
| Demografie | 164 Rang |
| Arbeitsmarkt | 120 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 280 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 212 Rang |
Renditeverteilung in Hessen
Anzahl Orte je Renditeband — Marburg liegt im Band 4–5 %
Datenwerte: Renditeverteilung in Hessen
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 2–3 | 1,00 Orte |
| 3–4 | 63,00 Orte |
| 4–5 | 206 Orte |
| 5–6 | 89,00 Orte |
| 6–7 | 33,00 Orte |
| 7–8 | 17,00 Orte |
| 8–9 | 6,00 Orte |
| 9–10 | 3,00 Orte |
| 10–11 | 1,00 Orte |
| 11–12 | 1,00 Orte |
| 12+ | 1,00 Orte |
Wie schneidet Marburg im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Marburg ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Marburg ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Marburg
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Marburg | 13,15 €/m² |
| Weimar (Lahn) | 10,83 €/m² |
| Cölbe | 10,42 €/m² |
| Lahntal | 10,17 €/m² |
| Ebsdorfergrund | 9,79 €/m² |
| Fronhausen | 9,33 €/m² |
| Kirchhain | 9,05 €/m² |
| Lohra | 8,72 €/m² |
| Amöneburg | 8,53 €/m² |
| Wetter (Hessen) | 8,47 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Marburg ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Marburg
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Wetter (Hessen) | 5,54 % |
| Lahntal | 5,04 % |
| Cölbe | 4,83 % |
| Lohra | 4,55 % |
| Marburg | 4,37 % |
| Amöneburg | 4,00 % |
| Kirchhain | 3,80 % |
| Weimar (Lahn) | 3,76 % |
| Fronhausen | 3,75 % |
| Ebsdorfergrund | 3,37 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Cölbe | 4,6 km | 35091 | 10,42 € | 2.589 € | 4,83 % |
| Weimar (Lahn) | 6,1 km | 35096 | 10,83 € | 3.453 € | 3,76 % |
| Lahntal | 7,5 km | 35094 | 10,17 € | 2.421 € | 5,04 % |
| Kirchhain, Stadt | 10,8 km | 35274 | 9,05 € | 2.856 € | 3,80 % |
| Ebsdorfergrund | 10,9 km | 35085 | 9,79 € | 3.490 € | 3,37 % |
| Wetter (Hessen), Stadt | 11,0 km | 35083 | 8,47 € | 1.835 € | 5,54 % |
| Amöneburg, Stadt | 11,0 km | 35287 | 8,53 € | 2.557 € | 4,00 % |
| Lohra | 12,7 km | 35102 | 8,72 € | 2.301 € | 4,55 % |
| Fronhausen | 12,8 km | 35112 | 9,33 € | 2.989 € | 3,75 % |
Wo liegt Marburg?
Lage
Marburg auf der Karte
Hochschulen am Ort
3 Einrichtung(en) — relevanter Nachfragetreiber für Mietwohnungen
- Archivschule Marburg – Hochschule für ArchivwissenschaftBismarckstraße 32, 35037 Marburg
- Evangelische Hochschule TaborDürerstraße 43, 35039 Marburg
- Philipps-Universität MarburgBiegenstraße 10, 35037 Marburg
Alle Kennzahlen zu Marburg
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 13,15 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 3.615 € |
| Bruttomietrendite | 4,37 % |
| Kaufpreisfaktor | 22,9 |
| Einwohner | 78.203 |
| Einwohner je km² | 631 |
| Fläche (km²) | 123,9 |
| Arbeitslosenquote | 4,5 % |
| Prognos-Gesamtrang | #192 |
| Prognos Dynamikrang | #106 |
| Prognos Stärkerang | #212 |
| Koordinaten | 50,8090, 8,7691 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Marburg
Wie hoch sind die Mietpreise für Wohnungen in Marburg, Universitätsstadt?
Die aktuellen Angebotsmieten liegen bei durchschnittlich 13,15 Euro pro Quadratmeter. Das ist deutlich mehr als der Kreisdurchschnitt von 8,95 Euro im Kreis Marburg-Biedenkopf und auch über dem hessischen Durchschnitt von 9,69 Euro. Marburg gehört damit zu den teureren Orten im Bundesland. Die Werte sind Angebotswerte aus Inseraten und stellen keinen amtlichen Mietspiegel dar.
Was kostet eine Eigentumswohnung in Marburg, Universitätsstadt?
Der aktuelle Angebotskaufpreis liegt bei rund 3.615 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu kostet eine Eigentumswohnung im Kreis Marburg-Biedenkopf durchschnittlich 2.262 Euro pro Quadratmeter und in Hessen insgesamt 2.505 Euro pro Quadratmeter. Marburg liegt damit deutlich über den jeweiligen Durchschnittswerten. Der Kaufpreisfaktor beträgt 22,91, was ebenfalls über dem Kreis- und Landesdurchschnitt liegt.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Marburg, Universitätsstadt entwickelt?
Die Angebotsmieten sind von 10,43 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 13,69 Euro im Jahr 2026 gestiegen. Der Kaufpreis stieg von 3.093 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 3.609 Euro im Jahr 2026. Beide Zeitreihen sind nicht als Schätzung gekennzeichnet. Die jährliche Wachstumsrate liegt bei der Miete bei rund 3,5 Prozent und beim Kaufpreis bei rund 1,9 Prozent.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Marburg, Universitätsstadt?
Die Bruttomietrendite liegt bei 4,37 Prozent und damit unter dem Kreisdurchschnitt von 5,19 Prozent sowie unter dem hessischen Durchschnitt von 4,98 Prozent. Der Kaufpreisfaktor von 22,91 ist ebenfalls höher als der Kreis- und Landesdurchschnitt. Das Perzentil der Rendite im Bundesland liegt bei 32, was bedeutet, dass rund 68 Prozent der Orte in Hessen eine höhere Bruttomietrendite aufweisen. Diese Kennzahlen beschreiben die aktuelle Marktsituation, ohne eine Anlageempfehlung zu geben.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Marburg, Universitätsstadt?
Marburg hat aktuell rund 78.200 Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 631 Einwohnern pro Quadratkilometer. Seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 ist die Bevölkerung um rund 5,9 Prozent gewachsen (von 73.836 auf 78.203). Die Stadt ist eine bedeutende Universitätsstadt mit der Philipps-Universität Marburg, der Archivschule Marburg und der Evangelischen Hochschule Tabor.
Wie schneidet Marburg, Universitätsstadt bei den Standortfaktoren ab?
Im Prognos-Zukunftsatlas 2025 belegt der Kreis Marburg-Biedenkopf den 192. Platz von rund 400 deutschen Kreisen im Gesamt-Ranking. Besonders gut abgeschnitten ist der Kreis im Bereich Dynamik mit Rang 106, während die Bereiche Wettbewerb und Innovation (Rang 280) sowie Wohlstand und Soziale Lage (Rang 212) schwächer abschneiden. Diese Ränge gelten für den gesamten Kreis, nicht nur für die Stadt Marburg.
Woher stammen die Daten zu Marburg?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Marburg sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Marburg führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2026 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2026 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |
Weitere Orte im Kreis Marburg-Biedenkopf
Nach Bruttomietrendite sortiert
| Ort | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Steffenberg | 35239 | 7,70 € | 950 € | 9,73 % |
| Biedenkopf, Stadt | 35216 | 8,85 € | 1.267 € | 8,38 % |
| Dautphetal | 35232 | 8,09 € | 1.241 € | 7,83 % |
| Bad Endbach | 35080 | 8,13 € | 1.366 € | 7,15 % |
| Münchhausen | 35117 | 7,74 € | 1.560 € | 5,95 % |
| Wetter (Hessen), Stadt | 35083 | 8,47 € | 1.835 € | 5,54 % |
| Neustadt (Hessen), Stadt | 35279 | 8,14 € | 1.857 € | 5,26 % |
| Lahntal | 35094 | 10,17 € | 2.421 € | 5,04 % |