Heiligengrabe
Heiligengrabe (PLZ 16909) liegt im Kreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Der Ort zählt 4.445 Einwohner auf 207,7 km², das entspricht 21 Einwohnern je Quadratkilometer.
Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 7,43 € pro m², der Kaufpreis bei 1.228 € pro m². Daraus ergibt sich eine Bruttomietrendite von 7,27 % und ein Kaufpreisfaktor von 13,8 — rechnerisch sind das 14 Jahreskaltmieten bis zum Kaufpreis. Damit liegt Heiligengrabe über dem Renditeniveau von 83 % der Orte in Brandenburg.
Zwischen 2018 und 2026 stieg die Miete von 5,04 € auf 9,04 € pro m², im Mittel 7,6 % pro Jahr. Die Kaufpreise entwickelten sich mit 4,7 % pro Jahr langsamer als die Mieten. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2015 um 0,1 % erhöht. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 4,3 % (2023).
Im Prognos Zukunftsatlas belegt Kreis Ostprignitz-Ruppin Rang 384 von rund 400 deutschen Kreisen (Dynamikrang 267, Stärkerang 388). Zum direkten Vergleich bieten sich die umliegenden Orte Wittstock/Dosse, Halenbeck-Rohlsdorf und Pritzwalk an.
Immobilienpreise in Heiligengrabe im Überblick
Aktuelle Angebotswerte je Quadratmeter, Rendite und Struktur — mit Einordnung gegenüber Brandenburg.
Immobilienmarkt- und Standortbericht Heiligengrabe
Heiligengrabe im Ostprignitz-Ruppin ist eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands mit über 4.400 Einwohnern und 14 Ortsteilen. Der Immobilienmarkt zeichnet sich durch niedrige Kaufpreise (1.228 €/m²), niedrige Mieten (7,43 €/m²) und eine hohe Bruttomietrendite von 7,27 % aus. Die Werte liegen deutlich unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt, was den Ort zu einem der günstigsten Märkte in Brandenburg macht. Die Standortfaktoren sind schwach – der Kreis belegt im Prognos-Zukunftsatlas Platz 384 von rund 400. Wirtschaftliche Impulse gehen vom Gewerbegebiet an der Autobahnkreuzung A19/A24 aus (Kronotex, Claas).
Marktüberblick: Niedrige Preise, hohe Rendite
Heiligengrabe gehört zu den günstigsten Immobilienmärkten in Brandenburg. Der Angebotskaufpreis liegt bei 1.228 Euro pro Quadratmeter, die Angebotsmiete bei 7,43 Euro pro Quadratmeter. Beides liegt deutlich unter den Durchschnittswerten des Landes Brandenburg (2.086 Euro bzw. 8,44 Euro) und des Bundesdurchschnitts (2.409 Euro bzw. 8,92 Euro).
Die Bruttomietrendite von 7,27 % ist die höchste unter allen aufgeführten Nachbarorten – mit der Ausnahme von Gerdshagen (12,71 %), dessen extrem niedriger Kaufpreis von 625 Euro pro Quadratmeter die Rendite künstlich in die Höhe treibt. Im Landesvergleich liegt Heiligengrabe im Perzentilrang von 82,6 %, was bedeutet, dass 82,6 % der brandenburgischen Orte eine niedrigere Rendite aufweisen. Der Kaufpreisfaktor von 13,77 ist deutlich niedriger als der Landesdurchschnitt von 20,28 und der Kreisdurchschnitt von 19,71.
Diese Kombination aus niedrigen Preisen und hoher Rendite entspricht dem Muster ländlicher Räume in Ostdeutschland, in denen die Kaufpreise strukturell unter dem westdeutschen Niveau liegen, während die Mieten zwar ebenfalls niedriger sind, aber nicht im gleichen Maße. Das Ergebnis ist eine überdurchschnittliche Rendite für Investoren, die bereit sind, in strukturschwache Regionen zu investieren.
Preis- und Mietentwicklung: Volatile Miete, moderater Preisanstieg
Die Mietentwicklung in Heiligengrabe war in den letzten Jahren deutlich dynamischer als die Kaufpreisentwicklung. Die Angebotsmiete stieg von 5,04 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 9,04 Euro im Jahr 2026 – ein Anstieg von rund 79 %. Der jährliche Wachstumsfaktor (CAGR) liegt bei 7,58 %. Besonders ausgeprägt war der Sprung von 5,53 Euro im Jahr 2020 auf 6,70 Euro im Jahr 2021.
Allerdings zeigt die Zeitreihe einen deutlichen Rückgang im Jahr 2023: Die Miete fiel von 7,05 Euro (2022) auf 5,46 Euro (2023), ehe sie ab 2024 wieder stark anstieg (6,88 Euro, 8,16 Euro, 9,04 Euro). Diese Volatilität ist ungewöhnlich und könnte auf eine veränderte Angebotszusammensetzung oder methodische Schwankungen in den Inseratedaten hindeuten.
Die Kaufpreise entwickelten sich moderater: Von 1.129 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2022 auf 1.295 Euro im Jahr 2025 – ein Anstieg von rund 15 %. Der jährliche Wachstumsfaktor beträgt 4,67 %. Die Zeitreihe der Kaufpreise beginnt erst 2022, da keine früheren Werte vorliegen.
Der starke Mietanstieg steht im Widerspruch zur stabilen Bevölkerungsentwicklung (siehe Abschnitt Demografie). Dies lässt darauf schließen, dass die Mietentwicklung nicht von der Nachfrage durch Zuzug getrieben wird, sondern von anderen Faktoren wie der Sanierungssituation des Bestands, der Zusammensetzung des Mietangebots oder der allgemeinen Marktentwicklung in der Region.
Regionale Einordnung: Niedrige Kaufpreise, mittlere Mieten
Im direkten Vergleich mit den Nachbarorten liegt Heiligengrabe bei den Angebotskaufpreisen mit 1.228 Euro pro Quadratmeter unter den meisten Orten im Umkreis. Wittstock/Dosse (8,3 km entfernt) liegt bei 1.304 Euro, Halenbeck-Rohlsdorf (11,9 km) bei 1.600 Euro, Kümmernitztal (16,5 km) bei 1.900 Euro und Triglitz (19 km) bei 2.015 Euro. Bei den Mieten liegt Heiligengrabe mit 7,43 Euro pro Quadratmeter jedoch nicht an der unteren Grenze: Wittstock/Dosse (7,19 €), Pritzwalk (6,72 €) und Halenbeck-Rohlsdorf (5,87 €) liegen alle darunter.
Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin liegt Heiligengrabe mit 7,43 Euro pro Quadratmeter Miete unter dem Durchschnitt von 7,85 Euro. Mit 1.228 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis liegt es deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 1.863 Euro. Der Kaufpreisfaktor von 13,77 ist der niedrigste im Vergleich – er bedeutet, dass der Kaufpreis das 13,77-Fache der Jahreskaltmiete beträgt, während der Kreisdurchschnitt bei 19,71 liegt.
Diese Daten zeigen, dass Heiligengrabe im regionalen Vergleich vor allem durch niedrige Kaufpreise auffällt. Die Mieten liegen zwar unter dem Kreisdurchschnitt, nicht aber unter denen aller Nachbarorte.
Standortfaktoren: Strukturschwäche und wirtschaftliche Impulse
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin belegt im Prognos-Zukunftsatlas 2025 Platz 384 von rund 400 deutschen Kreisen – ein sehr niedriger Rang, der auf erhebliche strukturelle Schwächen hinweist. Die Teilindizes zeigen ein ähnliches Bild: Der Rang im Bereich Wettbewerb und Innovation liegt bei 390, im Arbeitsmarkt bei 377, in der Demografie bei 336 und in der Stärke bei 388. Der Index Wohlstand und soziale Lage mit Rang 282 ist der beste Teilindikator, liegt aber immer noch im unteren Drittel. Der Dynamik-Index mit Rang 267 ist der beste Wert unter den Teilindizes, bedeutet aber immer noch, dass 266 Kreise eine bessere Dynamik aufweisen.
Trotz dieser strukturellen Schwächen gibt es wirtschaftliche Impulse: Das Gewerbegebiet Heiligengrabe/Liebenthal mit einer Fläche von rund 170 Hektar wurde nach der Wende in unmittelbarer Nähe zum Autobahndreieck Wittstock/Dosse erschlossen, wo die Bundesautobahnen 19 (Hamburg–Rostock) und 24 (Berlin–Hamburg) zusammentreffen. Ansässige Unternehmen sind Kronotex, ein Hersteller von MDF-Platten und Laminatböden, und Claas, ein Landmaschinenkonzern mit Vertriebsgesellschaft und Gebietsersatzteillager.
Am Ort selbst bestehen keine Hochschulen. Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 189 zwischen Pritzwalk und Wittstock. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Pritzwalk und Herzsprung.
Die Kombination aus struktureller Schwäche und wirtschaftlichen Impulsen durch das Gewerbegebiet an der Autobahn spiegelt sich in der Immobilienmarktstruktur wider: Niedrige Preise und hohe Renditen bei gleichzeitig schwachen Zukunftsaussichten.
Demografie: Stabil nach großem Sprung
Die Einwohnerzahl der Gemeinde Heiligengrabe betrug 2024 rund 4.445 Menschen bei einer Fläche von 207,63 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 21 Einwohnern pro Quadratkilometer – ein typischer Wert für ländliche Räume in Ostdeutschland.
Die Bevölkerungsentwicklung war lange Zeit rückläufig: Von 4.441 Einwohnern im Jahr 2015 ging die Zahl auf 4.350 im Jahr 2021 zurück. Seit 2022 ist sie wieder leicht steigend (4.376 im Jahr 2022, 4.445 im Jahr 2023 und 2024). Der Anstieg seit 2022 ist jedoch marginal und entspricht kaum einem nennenswerten Zuzug.
Der große Bevölkerungssprung von 945 Einwohnern im Jahr 2000 auf 5.087 im Jahr 2005 ist auf die Eingemeindung zahlreicher Orte in den Jahren 2003 und 2004 zurückzuführen. Damals wurden elf Orte eingemeindet, 2004 kamen zwei weitere hinzu. Die heutige Gemeinde umfasst 14 Ortsteile und gehört damit zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands.
Die Arbeitslosenquote in der vorliegenden Zeitreihe liegt 2023 bei 114 (Einheit der vorliegenden Datenreihe). Der Wert ist seit 2015 von 182 auf 114 gesunken, was einem deutlichen Rückgang entspricht. Die absolute Höhe des Werts ist jedoch hoch und spiegelt die strukturelle Schwäche der Region wider, wie sie sich auch im Prognos-Zukunftsatlas zeigt.
Wie haben sich Miete und Kaufpreis in Heiligengrabe entwickelt?
Jahresendwerte aus den Angebotsdaten. Wo die Quelle zu wenige Angebote enthält, ist der Verlauf als Schätzung gekennzeichnet.
Mietpreisentwicklung
Angebotsmiete in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Miete in Heiligengrabe
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2018 | 5,04 €/m² |
| 2019 | 5,46 €/m² |
| 2020 | 5,53 €/m² |
| 2021 | 6,70 €/m² |
| 2022 | 7,05 €/m² |
| 2023 | 5,46 €/m² |
| 2024 | 6,88 €/m² |
| 2025 | 8,16 €/m² |
| 2026 | 9,04 €/m² |
Kaufpreisentwicklung
Angebotspreis in €/m², Jahresendwerte
Datenwerte: Kaufpreis in Heiligengrabe
| Jahr | Wert (€/m²) |
|---|---|
| 2022 | 1.129 €/m² |
| 2023 | 1.077 €/m² |
| 2025 | 1.295 €/m² |
Bruttomietrendite im Zeitverlauf
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis, aus den Zeitreihen berechnet
Datenwerte: Bruttomietrendite in Heiligengrabe
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2022 | 7,49 % |
| 2023 | 6,08 % |
| 2025 | 7,56 % |
Bevölkerungsentwicklung
Einwohner am Jahresende
Datenwerte: Einwohnerzahl von Heiligengrabe
| Jahr | Wert (Einwohner) |
|---|---|
| 2015 | 4.441 Einwohner |
| 2016 | 4.426 Einwohner |
| 2017 | 4.385 Einwohner |
| 2018 | 4.399 Einwohner |
| 2019 | 4.370 Einwohner |
| 2020 | 4.379 Einwohner |
| 2021 | 4.350 Einwohner |
| 2022 | 4.376 Einwohner |
| 2023 | 4.445 Einwohner |
| 2024 | 4.445 Einwohner |
Arbeitslosenquote
Anteil in Prozent
Datenwerte: Arbeitslosenquote in Heiligengrabe
| Jahr | Wert (%) |
|---|---|
| 2015 | 6,26 % |
| 2016 | 5,20 % |
| 2017 | 4,65 % |
| 2018 | 4,27 % |
| 2019 | 3,38 % |
| 2020 | 4,33 % |
| 2021 | 4,15 % |
| 2022 | 4,24 % |
| 2023 | 4,31 % |
Prognos Zukunftsatlas — Teilränge
Rang unter 400 Kreisen, kleiner ist besser
Datenwerte: Prognos-Teilränge
| Kategorie | Wert (Rang) |
|---|---|
| Gesamtrang | 384 Rang |
| Dynamik | 267 Rang |
| Stärke | 388 Rang |
| Demografie | 336 Rang |
| Arbeitsmarkt | 377 Rang |
| Wettbewerb & Innovation | 390 Rang |
| Wohlstand & soziale Lage | 282 Rang |
Renditeverteilung in Brandenburg
Anzahl Orte je Renditeband — Heiligengrabe liegt im Band 7–8 %
Datenwerte: Renditeverteilung in Brandenburg
| Kategorie | Wert (Orte) |
|---|---|
| 1–2 | 2,00 Orte |
| 2–3 | 17,00 Orte |
| 3–4 | 58,00 Orte |
| 4–5 | 124 Orte |
| 5–6 | 88,00 Orte |
| 6–7 | 44,00 Orte |
| 7–8 | 28,00 Orte |
| 8–9 | 16,00 Orte |
| 9–10 | 12,00 Orte |
| 10–11 | 13,00 Orte |
| 11–12 | 4,00 Orte |
| 12+ | 7,00 Orte |
Wie schneidet Heiligengrabe im Umkreis ab?
Gemeinden im Umkreis von 30 km, direkt gegenübergestellt. Heiligengrabe ist in beiden Diagrammen hervorgehoben.
Mieten im Umkreis von 30 km
Heiligengrabe ist hervorgehoben
Datenwerte: Mieten im Umkreis von Heiligengrabe
| Kategorie | Wert (€/m²) |
|---|---|
| Heiligengrabe | 7,43 €/m² |
| Wittstock/Dosse | 7,19 €/m² |
| Triglitz | 7,02 €/m² |
| Eldetal | 6,80 €/m² |
| Meyenburg | 6,80 €/m² |
| Pritzwalk | 6,72 €/m² |
| Gumtow | 6,65 €/m² |
| Gerdshagen | 6,62 €/m² |
| Kümmernitztal | 6,15 €/m² |
| Halenbeck-Rohlsdorf | 5,87 €/m² |
Renditen im Umkreis von 30 km
Heiligengrabe ist hervorgehoben
Datenwerte: Renditen im Umkreis von Heiligengrabe
| Kategorie | Wert (%) |
|---|---|
| Gerdshagen | 12,71 % |
| Meyenburg | 8,90 % |
| Pritzwalk | 7,81 % |
| Heiligengrabe | 7,27 % |
| Wittstock/Dosse | 6,62 % |
| Gumtow | 5,79 % |
| Eldetal | 5,13 % |
| Halenbeck-Rohlsdorf | 4,40 % |
| Triglitz | 4,18 % |
| Kümmernitztal | 3,89 % |
Orte in der Umgebung
Nach Entfernung sortiert
| Ort | Entfernung | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|---|
| Wittstock/Dosse, Stadt | 8,3 km | 16909 | 7,19 € | 1.304 € | 6,62 % |
| Halenbeck-Rohlsdorf | 11,9 km | 16945 | 5,87 € | 1.600 € | 4,40 % |
| Pritzwalk, Stadt | 12,7 km | 16928 | 6,72 € | 1.033 € | 7,81 % |
| Gerdshagen | 15,6 km | 16928 | 6,62 € | 625 € | 12,71 % |
| Kümmernitztal | 16,5 km | 16945 | 6,15 € | 1.900 € | 3,89 % |
| Triglitz | 19,0 km | 16949 | 7,02 € | 2.015 € | 4,18 % |
| Eldetal | 19,1 km | 17209 | 6,80 € | 1.590 € | 5,13 % |
| Gumtow | 20,1 km | 16866 | 6,65 € | 1.379 € | 5,79 % |
| Meyenburg, Stadt | 20,6 km | 16945 | 6,80 € | 916 € | 8,90 % |
Wo liegt Heiligengrabe?
Lage
Heiligengrabe auf der Karte
Alle Kennzahlen zu Heiligengrabe
Dieselben Werte wie oben, als Tabelle zum Nachschlagen und Kopieren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Miete (€/m²) | 7,43 € |
| Kaufpreis (€/m²) | 1.228 € |
| Bruttomietrendite | 7,27 % |
| Kaufpreisfaktor | 13,8 |
| Einwohner | 4.445 |
| Einwohner je km² | 21 |
| Fläche (km²) | 207,7 |
| Arbeitslosenquote | 4,3 % |
| Prognos-Gesamtrang | #384 |
| Prognos Dynamikrang | #267 |
| Prognos Stärkerang | #388 |
| Koordinaten | 53,1451, 12,3649 |
Häufige Fragen zu Immobilien in Heiligengrabe
Was kostet eine Wohnung in Heiligengrabe?
Die Angebotsmiete liegt in Heiligengrabe bei 7,43 Euro pro Quadratmeter, der Angebotskaufpreis bei 1.228 Euro pro Quadratmeter. Beide Werte liegen deutlich unter dem Brandenburg-Durchschnitt von 8,44 Euro (Miete) bzw. 2.086 Euro (Kaufpreis). Die Werte stammen aus Inseraten und stellen keinen amtlichen Mietspiegel dar.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Heiligengrabe entwickelt?
Die Angebotsmiete ist von 5,04 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 9,04 Euro im Jahr 2026 gestiegen – das entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von rund 7,6 Prozent. Der Kaufpreis liegt bei 1.129 Euro pro Quadratmeter (2022) und stieg bis 2025 auf 1.295 Euro pro Quadratmeter (jährlich rund 4,7 Prozent). Die Mietreihe ist nicht geschätzt, die Kaufpreisreihe umfasst nur drei Jahre.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Heiligengrabe?
Die Bruttomietrendite beträgt in Heiligengrabe 7,27 Prozent und liegt damit deutlich über dem Brandenburg-Durchschnitt von 5,58 Prozent sowie dem Kreis-Durchschnitt von 5,67 Prozent. Der Kaufpreisfaktor von 13,77 liegt unter dem Landesdurchschnitt von 20,28. Mit einem Perzentilrang von 82,6 im Bundesland liegt Heiligengrabe bei der Rendite höher als rund 83 Prozent der anderen Orte in Brandenburg.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Heiligengrabe?
Die Bevölkerung in Heiligengrabe ist von 4.441 Einwohnern im Jahr 2015 auf 4.445 im Jahr 2024 praktisch stabil geblieben – ein Plus von weniger als einem Prozent. Die Bevölkerungsdichte beträgt 21 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Ort liegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der im Prognos-Zukunftsatlas 2025 den Gesamtrang 384 von rund 400 deutschen Kreisen erreicht.
Wie liegen die Immobilienwerte in Heiligengrabe im Vergleich zum Umland?
Im Vergleich zu Nachbarorten liegt die Angebotsmiete in Heiligengrabe mit 7,43 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld: Höher als in Pritzwalk (6,72 Euro) oder Gumtow (6,65 Euro), aber niedriger als in Wittstock/Dosse (7,19 Euro) oder Triglitz (7,02 Euro). Der Kaufpreis von 1.228 Euro pro Quadratmeter ist günstiger als in Halenbeck-Rohlsdorf (1.600 Euro) oder Kümmernitztal (1.900 Euro), aber teurer als in Pritzwalk (1.033 Euro) oder Gerdshagen (625 Euro).
Woher stammen die Daten zu Heiligengrabe?
Was jede Kennzahl misst, wie sie entsteht und wie aktuell sie ist.
Die auf dieser Seite gezeigten Mietwerte für Heiligengrabe sind Angebotsmieten: durchschnittliche Kaltmieten aus veröffentlichten Wohnungsinseraten. Sie sind nicht identisch mit dem amtlichen Mietspiegel, der die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558c BGB aus bestehenden Mietverhältnissen ermittelt und für Mieterhöhungen maßgeblich ist. Da Angebotsmieten das aktuelle Neuvermietungsniveau abbilden, liegen sie in der Regel über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Einen verbindlichen Mietspiegel für Heiligengrabe führt, sofern vorhanden, die Gemeinde selbst.
Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und haben daher unterschiedliche Datenstände; die Spalte „Datenstand" nennt sie je Kennzahl. Wo ein Wert fehlt, liegt für diesen Ort keine ausreichende Datengrundlage vor — ein fehlender Wert bedeutet nicht null.
| Kennzahl | Art | Erläuterung | Datenstand |
|---|---|---|---|
| Angebotsmiete (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittliche inserierte Kaltmiete je m² aus Wohnungsangeboten — nicht die ortsübliche Vergleichsmiete. | 2026 |
| Angebotskaufpreis (€/m²) | Angebotsdaten | Durchschnittlicher inserierter Kaufpreis je m² aus Wohnungsangeboten — Angebots-, kein Beurkundungspreis. | 2025 |
| Bruttomietrendite (%) | berechnet | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100, aus den beiden Angebotswerten abgeleitet. Ohne Kaufnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand — die Nettorendite liegt darunter. | 2025 |
| Kaufpreisfaktor | berechnet | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis entsprechen; der Kehrwert der Bruttomietrendite. | 2026 |
| Einwohner und Dichte | amtliche Statistik | Fortschreibung der Bevölkerungsstände der statistischen Ämter, Stichtag jeweils Jahresende. Die Dichte bezieht sie auf die Gemeindefläche. | 2024 |
| Arbeitslosenquote (%) | amtliche Statistik | Quote auf Kreisebene, nicht je Gemeinde — kleinere Orte teilen sich daher den Wert ihres Kreises. | 2023 |
| Prognos-Zukunftsatlas | Fremdindex | Rang unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten; kleinere Werte sind besser. Der Index bewertet Kreise, nicht einzelne Gemeinden. | – |
Weitere Orte im Kreis Ostprignitz-Ruppin
Nach Bruttomietrendite sortiert
| Ort | PLZ | Miete | Kauf | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Walsleben | 16818 | 11,02 € | 1.383 € | 9,56 % |
| Zernitz-Lohm | 16845 | 5,59 € | 836 € | 8,02 % |
| Breddin | 16845 | 5,35 € | 850 € | 7,55 % |
| Sieversdorf-Hohenofen | 16845 | 10,00 € | 1.627 € | 7,38 % |
| Stüdenitz-Schönermark | 16845 | 7,58 € | 1.258 € | 7,23 % |
| Kyritz, Stadt | 16866 | 7,67 € | 1.386 € | 6,64 % |
| Wittstock/Dosse, Stadt | 16909 | 7,19 € | 1.304 € | 6,62 % |
| Rüthnick | 16835 | 7,57 € | 1.376 € | 6,60 % |