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Lagefaktor
Kreis · Bayern

Würzburg

53 Orte mit zusammen 294.167 Einwohnern. Alle Kennzahlen als gewichteter Durchschnitt über die Gemeinden des Kreises.

Ø Bruttomietrendite
4,38 %
Bestwert 8,12 %
Ø Kaufpreis je m²
2.886 €
Ø Bruttomietrendite
4,38 %
Bestwert 8,12 %
Ø Miete
10,00 €/m²
Ø Kaufpreis
2.886 €/m²
Ø Prognos-Rang
#173
Zukunftsatlas, von 400

Standortbericht Landkreis Würzburg

Der Landkreis Würzburg vereint eine dynamische Universitätsstadt mit einem ländlichen Umland, das von Weinbau und dem Ochsenfurter Gau geprägt ist. Der Immobilienmarkt zeigt eine deutliche innere Struktur: Die teuersten Gemeinden liegen im Süden und Südwesten entlang des Mains (Sommerhausen, Estenfeld, Erlabrunn), während die günstigsten Gemeinden im Norden und Osten liegen (Aub, Tauberrettersheim). Das Universitätsklinikum mit fast 8.000 Beschäftigten und die JMU mit über 35.000 Studenten sind zentrale Wirtschaftsfaktoren.

Marktüberblick und Einordnung

Der Landkreis Würzburg umfasst 53 Gemeinden mit insgesamt 294.167 Einwohnern auf einer Fläche von 1.001 Quadratkilometern. Er umgibt vollständig die kreisfreie Stadt Würzburg, die als Oberzentrum und Sitz des Landratsamtes im Zentrum steht. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 2.886 Euro pro Quadratmeter, der Durchschnittsmietpreis bei 10 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Bruttomietrendite beträgt 4,38 Prozent. Damit liegt der Kreis im unteren Bayern-Drittel der Kaufpreise (Rang 51 von 82 Kreisen in Bayern) und knapp über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 ordnet den Kreis mit Rang 45 von rund 400 deutschen Kreisen in die Spitzengruppe ein, insbesondere in der Dynamik-Kategorie auf Platz 27.

Innere Struktur und Preisgefälle

Der Immobilienmarkt im Landkreis Würzburg weist eine deutliche innere Struktur auf, die sich entlang zweier Achsen gliedert: der Mainlage und der Entfernung zur Stadt Würzburg.

Die teuersten Gemeinden liegen im Süden und Südwesten des Kreises, entlang des Mains und im Ochsenfurter Gau. Sommerhausen führt mit 5.083 Euro pro Quadratmeter die Liste an, gefolgt von Estenfeld (4.663 Euro), Erlabrunn (4.257 Euro) und Eibelstadt (4.037 Euro). Diese Gemeinden sind durch ihre Lage im Weinbaugebiet Maindreieck, ihre idyllische Mainlage und ihre Nähe zu Würzburg geprägt. Sommerhausen hat nur 1.957 Einwohner, Estenfeld 5.458 – es handelt sich um kleine, wohlhabende Gemeinden mit hohem Wohnqualitätspotenzial.

Die kreisfreie Stadt Würzburg selbst weist mit 4.184 Euro pro Quadratmeter einen ebenfalls hohen Kaufpreis auf, liegt aber unter den teuren Umlandgemeinden. Die Miete ist mit 13,88 Euro pro Quadratmeter jedoch die höchste im gesamten Kreis. Das entspricht dem Muster einer Universitäts- und Oberzentrumstadt mit starkem Mietnachfrage.

Im Gegensatz dazu liegen die günstigsten Gemeinden im Norden und Osten des Kreises: Aub (1.256 Euro), Tauberrettersheim (1.433 Euro), Röttingen (1.742 Euro), Prosselsheim (1.801 Euro) und Eisenheim (1.853 Euro). Diese Gemeinden sind ländlicher geprägt, weiter von Würzburg entfernt und ohne direkte Mainlage. Die Kaufpreisspanne im Kreis reicht von 1.256 bis 5.083 Euro pro Quadratmeter – ein Faktor von vier.

Die Renditespanne ist entsprechend groß: Von 2,73 Prozent in Sommerhausen bis 8,12 Prozent in Aub. Die Rendite-Median liegt bei 4,17 Prozent. Die hohen Renditen in den günstigen Gemeinden spiegeln das klassische Muster wider: Geringere Kaufpreise bei moderaten Mieten führen zu höheren relativen Renditen, während die teuren Gemeinden im Maintal und Ochsenfurter Gau mit niedrigeren Renditen aufwarten.

Die Umlandgemeinden nördlich und westlich von Würzburg wie Höchberg (3.684 Euro), Rimpar (3.172 Euro), Veitshöchheim (3.884 Euro) und Gerbrunn (3.618 Euro) bilden eine zweite Preisklasse – sie profitieren von der direkten Pendleranbindung nach Würzburg, sind aber nicht im Weinbaugebiet gelegen.

Wirtschaft, Bildung und Arbeitsmarkt

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist mit 35.385 Studenten (Wintersemester 2025/26) die älteste Universität Bayerns und ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Zusammen mit der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der Hochschule für Musik Würzburg bietet der Kreis drei akademische Einrichtungen. Die hohe Studentenzahl generiert einen stabilen Mietnachfrage in Würzburg und seinen unmittelbaren Umlandgemeinden.

Das Universitätsklinikum Würzburg ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit 1.438 Betten und beschäftigt 7.863 Mitarbeiter, darunter 1.119 Ärzte. Es ist damit einer der größten Arbeitgeber der Region und zieht Fachkräfte in die Region, die Wohnraum nachfragen.

Der Landkreis ist der waldärmste Bayerns und wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Entlang des Mains ist der Weinbau ein prägendes Element: Der Ochsenfurter Gau und das Würzburg-Ochsenfurter Maintal sind bekannte Weinanbaugebiete. Gemeinden wie Thüngersheim verfügen über circa 270 Hektar Rebfläche. Der Weinbau prägt das Bild der Maingemeinden und trägt zur Attraktivität der südlichen und südwestlichen Kreisgemeinden bei.

Würzburg ist seit 2018 eines der drei neu geschaffenen Regionalzentren des Freistaates Bayern. Die Planungsregion Würzburg umfasst neben der kreisfreien Stadt auch die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg. Dem Oberzentrum sind Mittelzentren wie Ochsenfurt, Gemünden am Main und Kitzingen zugeordnet.

Verkehr und Erreichbarkeit

Der Landkreis wird von der Bundesautobahn 3 (Köln–Passau) durchzogen, die eine wichtige Nord-Süd-Verbindung darstellt. Der ICE-Bahnhof Würzburg ist ein Fernverkehrsknoten an der Strecke Frankfurt–Nürnberg. Die Entfernung nach Frankfurt beträgt 120 Kilometer, was eine gute Anbindung an den Rhein-Main-Raum ermöglicht.

Die Verkehrsanbindung erklärt teilweise die hohen Kaufpreise in den Gemeinden im Süden und Südwesten des Kreises: Sie liegen entlang der A3 und sind gut an das Fernbahnnetz angebunden. Gemeinden wie Ochsenfurt, Veitshöchheim und Höchberg profitieren von der direkten Pendleranbindung nach Würzburg und der Erreichbarkeit Frankfurts.

Der Main ist als Bundeswasserstraße klassifiziert und verläuft von Südosten nach Nordwesten durch das Kreisgebiet. Er hat sich in ein 100 bis 150 Meter tiefes Tal eingeschnitten. Nördlich und westlich von Würzburg liegen Laubwaldgebiete (Gramschatzer Wald, Irtenberger Wald, Guttenberger Wald), östlich und südlich der Ochsenfurter Gau als fruchtbare Agrarlandschaft.

Entwicklung und Ausblick

Die Bevölkerung des Landkreises wuchs von 285.300 Einwohnern (2015) auf 294.167 (2023), was einem Anstieg von rund 3,1 Prozent entspricht. Dieser Trend entspricht dem Wachstum der Planungsregion Würzburg insgesamt.

Die Kaufpreisentwicklung zeigt typische Muster des deutschen Immobilienmarktes: Von 3.025 Euro pro Quadratmeter (2018) stiegen die Preise bis 2021 auf 3.810 Euro, fielen dann 2022 auf 3.559 und 2023 auf 3.297 Euro, um 2024 wieder auf 3.618 Euro anzusteigen. Die Mieten entwickelten sich ähnlich: Von 9,61 Euro (2018) auf 10,86 Euro (2022), einem Einbruch 2023 auf 10,36 Euro, und einem deutlichen Anstieg 2024 auf 11,52 Euro. Die Zeitreihen enthalten geschätzte Werte für 2025 und 2026.

Der Landkreis Würzburg ist Mitglied der Regiopolregion Mainfranken und profitiert von der überregionalen Vernetzung. Die Kombination aus Universitätsstandort, Klinikum, Weinbau und guter Verkehrsanbindung macht den Kreis zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort. Die deutliche innere Struktur – mit teuren Main- und Umlandgemeinden im Süden und günstigeren ländlichen Gemeinden im Norden – erfordert eine differenzierte Betrachtung bei der Standortbeurteilung.

Mietpreisentwicklung im Kreis

Nach Einwohnern gewichteter Mittelwert aller Orte, €/m²

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
JahrWert (€/m²)
20189,61 €/m²
20199,89 €/m²
202010,26 €/m²
202110,60 €/m²
202210,86 €/m²
202310,36 €/m²
202411,52 €/m²
202511,82 €/m²
202612,72 €/m²

Kaufpreisentwicklung im Kreis

Nach Einwohnern gewichteter Mittelwert aller Orte, €/m²

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
JahrWert (€/m²)
20183.025 €/m²
20193.298 €/m²
20203.648 €/m²
20213.810 €/m²
20223.559 €/m²
20233.297 €/m²
20243.618 €/m²
20253.739 €/m²
20263.648 €/m²

Bruttomietrendite im Zeitverlauf

Aus den aggregierten Miet- und Kaufpreisen des Kreises berechnet

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
JahrWert (%)
20183,81 %
20193,60 %
20203,37 %
20213,34 %
20223,66 %
20233,77 %
20243,82 %
20253,79 %
20264,18 %

Bevölkerungsentwicklung im Kreis

Summe aller Orte

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
JahrWert (Einwohner)
2015285.300 Einwohner
2016287.051 Einwohner
2017287.975 Einwohner
2018289.714 Einwohner
2019290.236 Einwohner
2020289.651 Einwohner
2021290.467 Einwohner
2022293.149 Einwohner
2023294.167 Einwohner
2024294.167 Einwohner

Renditeverteilung im Kreis

Anzahl Orte je 1-Prozent-Band

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
KategorieWert (Orte)
2–32,00 Orte
3–416,00 Orte
4–525,00 Orte
5–67,00 Orte
6–71,00 Orte
7–81,00 Orte
8–91,00 Orte

Top 10 Orte nach Rendite

Bruttomietrendite im Kreis Würzburg, ohne Ausreißer über 15 %

Datenwerte als Tabelle
Datenwerte des Diagramms
KategorieWert (%)
Aub, St8,12 %
Tauberrettersheim7,08 %
Eisenheim, M6,98 %
Bieberehren5,79 %
Prosselsheim5,69 %
Röttingen, St5,64 %
Frickenhausen a.Main, M5,63 %
Remlingen, M5,24 %
Neubrunn, M5,14 %
Gelchsheim, M5,09 %

Alle Orte im Kreis

53 Orte — Spaltenkopf klicken zum Sortieren

Orte im Kreis Würzburg
Aub, St972391.3988,50 €1.256 €8,12 %12,3
Tauberrettersheim972858148,45 €1.433 €7,08 %14,1
Eisenheim, M972471.38810,78 €1.853 €6,98 %14,3
Bieberehren9724387710,57 €2.189 €5,79 %17,3
Prosselsheim972791.1778,54 €1.801 €5,69 %17,6
Röttingen, St972851.6738,19 €1.742 €5,64 %17,7
Frickenhausen a.Main, M972521.23110,43 €2.223 €5,63 %17,8
Remlingen, M972801.5218,39 €1.924 €5,24 %19,1
Neubrunn, M972772.3328,53 €1.991 €5,14 %19,5
Gelchsheim, M972558208,58 €2.024 €5,09 %19,7
Bergtheim972413.89010,14 €2.439 €4,99 %20,1
Altertheim972372.0467,90 €1.930 €4,91 %20,4
Helmstadt, M972642.6828,31 €2.097 €4,75 %21,0
Waldbüttelbrunn972975.06511,51 €2.929 €4,72 %21,2
Riedenheim972837159,24 €2.372 €4,68 %21,4
Hausen b.Würzburg972622.5358,34 €2.161 €4,63 %21,6
Ochsenfurt, St9719911.43410,49 €2.749 €4,58 %21,8
Eisingen972493.45510,44 €2.824 €4,44 %22,5
Gerbrunn972186.64013,39 €3.618 €4,44 %22,5
Winterhausen, M972861.43310,95 €2.994 €4,39 %22,8
Theilheim972882.45210,48 €2.948 €4,27 %23,4
Geroldshausen972561.3698,77 €2.478 €4,25 %23,6
Kist972702.72810,63 €3.000 €4,25 %23,5
Kirchheim972682.3017,79 €2.221 €4,21 %23,8
Giebelstadt, M972325.7439,20 €2.633 €4,19 %23,8
Gaukönigshofen972532.6118,50 €2.438 €4,18 %23,9
Güntersleben972614.56710,46 €3.009 €4,17 %24,0
Rimpar, M972227.85711,01 €3.172 €4,17 %24,0
Leinach972743.2219,76 €2.845 €4,12 %24,3
Randersacker, M972363.48913,09 €3.841 €4,09 %24,4
Zell a.Main, M972994.48312,01 €3.544 €4,07 %24,6
Hettstadt972653.59911,13 €3.295 €4,05 %24,7
Veitshöchheim972099.84013,09 €3.884 €4,04 %24,7
Oberpleichfeld972411.1357,80 €2.333 €4,01 %24,9
Unterpleichfeld972943.2439,70 €2.911 €4,00 %25,0
Würzburg97070128.24613,88 €4.184 €3,98 %25,1
Holzkirchen972929597,75 €2.367 €3,93 %25,5
Höchberg, M972049.60111,94 €3.684 €3,89 %25,7
Margetshöchheim972763.15911,46 €3.547 €3,88 %25,8
Bütthard, M972441.2797,21 €2.299 €3,77 %26,6
Rottendorf972285.49611,11 €3.531 €3,77 %26,5
Kürnach972734.91610,73 €3.449 €3,74 %26,8
Greußenheim972591.62410,20 €3.281 €3,73 %26,8
Waldbrunn972952.9199,05 €2.950 €3,68 %27,2
Reichenberg, M972344.2289,79 €3.302 €3,56 %28,1
Kleinrinderfeld972712.0738,52 €2.908 €3,52 %28,4
Eibelstadt, St972463.13511,45 €4.037 €3,40 %29,4
Sonderhofen972558798,38 €2.974 €3,38 %29,6
Thüngersheim972912.71610,01 €3.658 €3,28 %30,5
Erlabrunn972501.82511,34 €4.257 €3,20 %31,3
Estenfeld972305.45811,81 €4.663 €3,04 %32,9
Uettingen972921.9338,60 €3.686 €2,80 %35,7
Sommerhausen, M972861.95711,56 €5.083 €2,73 %36,6